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European Award of Excellence "City for Children 2013" geht an Lodz

14.05.2013 Kinder/Jugend
Lodz ist am Montag, 13. Mai, mit dem European Award of Excellence "City for Children 2013" ausgezeichnet worden. Zum diesjährigen Thema "Gesunde Ernährung und Bewegung für Kinder und Heranwachsende in der Stadt" hat Lodz mit seinem Projekt "Invest in your Health" die Expertenjury am meisten überzeugt. Anerkennungen gibt es für Aachen, Gelsenkirchen und Nancy.

Bei der Award Ausschreibung 2013 galt es, Projekte zu finden, die beide Aspekte - gesunde Ernährung und Bewegung - gleichermaßen behandeln.

20 Städte aus 14 europäischen Ländern haben an dem Wettbewerb teilgenommen, der bereits zum fünften Mal von der Stadt Stuttgart, der Robert Bosch Stiftung und dem europäischen Netzwerk "Cities for Children" ausgeschrieben worden ist.

Den Award "City for Children 2013" überreichte die Stuttgarter Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit, Isabel Fezer, an die Stadt Lodz. Das Projekt "Invest in your Health" überzeugte die Jury durch die tiefgehende Behandlung des Themas, die gute Übertragbarkeit auf andere Städte und die große Zahl der teilnehmenden Institutionen.

Knapp 50 Prozent aller Kita- und Schulkinder von Lodz sind an dem Projekt beteiligt. Ein interdisziplinäres lokales Netzwerk untersucht die Ess- und Bewegungsgewohnheiten und erarbeitet anhand der Ergebnisse weitergehende Konzepte und Qualitätsstandards.

Die Einrichtungen und deren Kinder werden geschult und durch ärztliche Beratung medizinisch begleitet. Besonders überzeugend war für die Jury die Anpassbarkeit des Projekts auf die jeweiligen lokalen Bedürfnisse und die große Zahl der erreichten Kinder.

Bürgermeisterin Fezer überreichte den 'Cities for Children Award' an Luiza Staszczak-Gasiorek und Iwona Iwanicka, die Vertreterinnen des Gewinners 2013, die Stadt Lodz. Foto: KraufmannVergrößern
Bürgermeisterin Fezer überreichte den 'Cities for Children Award' an Luiza Staszczak-Gasiorek und Iwona Iwanicka, die Vertreterinnen des Gewinners 2013, die Stadt Lodz. Foto: Kraufmann

Anerkennungen für drei Städte

"AGIL - Aktiver, Gesünder Is(s)t Leichter" ist das Projekt der Stadt Aachen, das zu gesundem Verhalten im Alltag motivieren will. Die beteiligten Kindertagesstätten und Schulen werden durch AGIL-Projektverantwortliche geschult und bei der Umsetzung über einen längeren Zeitraum begleitet.

Dadurch ist eine kontinuierliche Berücksichtigung der gesunden Ernährung und Bewegung in den Einrichtungen gesichert. Ausführliches und ansprechendes Informationsmaterial für Eltern und pädagogische Betreuerinnen und Betreuer wird zur Verfügung gestellt. Durch gemeinsame Kochveranstaltungen, Elternabende und Qualitätsstandards erreicht das Projekt eine breite Akzeptanz.

Übergeben hat die Anerkennungsurkunde Dr. Roman Rösch, stellvertretender Bereichsleiter Bildung, Gesellschaft und Kultur der Robert Bosch Stiftung, die das Netzwerk und den Award mitinitiert hat und fördert.

Kinder bewegen Kinder

Janina Krell vom Institut für Sport und Sportwissenschaft beim Karlsruher Institut für Technologie KIT prämierte das Projekt "Kibel - Kinder bewegen Eltern" der Stadt Gelsenkirchen. "Kibel" zeichnet sich durch einen besonders niedrigschwelligen Ansatz aus, der sich vor allem an Migrationsfamilien in Kindertagesstätten richtet.

Durch Pflichtschulungen zum Thema gesunde Ernährung und Bewegung wird eine überdurchschnittliche hohe Teilnehmerquote erreicht. Regelmäßige, praktisch orientierte Aktionen - wie gemeinsames Kochen mit den Kindern und ihren Eltern, Waldspaziergängen und "Olympiaden" auf öffentlichen Plätzen - wirken auch präventiv. Darüber hinaus kontrollieren Experten die Umsetzung in den teilnehmenden Einrichtungen.

Eine weitere Anerkennungsurkunde erhielt die Stadt Nancy von der Stuttgarter Jugendrätin Nikola Popovic. Sie gehörte der Jury an, die das Projekt "Healthy Nutrition and Physical Activity" nominierte.

In Nancy werden in zahlreichen Vor- und Grundschulen durch regelmäßige Obstgaben und kontrollierte gesunde Mittagessen Kinder zur gesunden Ernährung angehalten. Ziel ist, die Kinder dadurch vor Übergewicht zu schützen. Kostenfreie regelmäßige Sportangebote, die von Fachlehrern abgehalten werden, motivieren zusätzlich die Kinder zur Bewegung.

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