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"Schulwegplanung" mit Schülerbeteiligung

03.06.2013 Kinder/Jugend
Die Landeshauptstadt Stuttgart und die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK) in Baden-Württemberg starten am Donnerstag, 6. Juni, mit einer Auftakt- und Informationsveranstaltung das landesweite Pilotprojekt "Radschulwegplan".

Stuttgart ist eine von landesweit 15 Kommunen, die das System erprobt. Insgesamt fünf Stuttgarter Schulen nehmen teil: das Solitude-Gymnasium, die Realschule sowie die Wolfbuschschule in Weilimdorf, das Hegel-Gymnasium in Vaihingen und das Gottlieb-Daimler-Gymnasium in Bad Cannstatt.

In ganz Baden-Württemberg sind mehr als 40 Schulen beteiligt.
Das Projekt unterstützt Städte und Schulen dabei, die Radwege für Schüler sicherer zu machen. Gemeinsam mit Schülern, Lehrern und Eltern werden die besten Radwege zur Schule ermittelt und samt Problemstellen in einem Geoinformationssystem erfasst.

Sobald die von den Schülerinnen und Schülern ermittelten Daten ausgewertet sind, kümmern sich Stadtverwaltung und Polizei darum, dass Gefahren und Hindernisse beseitigt und die Schulwege sicherer werden.

Umweltfreundlich und gesund

"Wir unterstützen das Pilotprojekt "Radschulwegplan", weil es eine tolle Möglichkeit ist, bereits junge Menschen auf das Rad zu bekommen und damit den Radverkehr als selbstverständliche, umweltfreundliche und gesunde Art der Fortbewegung zu fördern", sagt Ordnungsbürgermeister Dr. Martin Schairer.

"Zusätzlich ist das Projekt ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf Schulwegen. Die Schüler werden hier aktiv eingebunden und damit gleichzeitig sensibilisiert", ergänzt Dorothea Koller, Leiterin des Amts für öffentliche Ordnung.

Das Projekt setzen die Rad- und Schulwegbeauftragen Claudia Rexer und Susanne Putzien vom Amt für öffentliche Ordnung um.

Geoinformationssystem als Grundlage

Möglich wurde das Pilotprojekt "Radschulwegplan" durch ein vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGL), entwickeltes, technisches Verfahren. Grundlage ist ein webfähiges Geoinformationssystem (WebGIS), mit dem Schülerinnen und Schüler ihre Radschulwege sehr einfach am PC nachvollziehen können.

Diese Technik wird im Rahmen des Pilotprojekts mit Unterstützung der AGFK-Kommunen erprobt und weiterentwickelt. Ab 2014 soll sie allen Schulen im Land zur Verfügung stehen, damit die Daten für die ministeriumsübergreifend geforderten Radschulwegpläne ermittelt werden können."

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