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Stadt informiert über ökofaire Beschaffung

10.06.2013 Umwelt
Um das Thema Fairer Handel mehr im Bewusstsein der Verbraucherinnen und Verbraucher, aber auch der Verantwortlichen von Kommunen zu verankern, lädt die Stadt zu einer Informationsveranstaltung ein.


Am Montag, 17. Juni, geht es ab 17 Uhr im Mittleren Sitzungssaal des Rathauses um "Ökofaire Beschaffung in den Kommunen".

Anmeldungen sind erbeten und werden unter der E-Mail-Adresse poststelle.referat.ak@stuttgart.de oder unter der Telefonnummer 0711/216-606 10 entgegengenommen.

Bei der Informationsveranstaltung wird Werner Wölfle, Bürgermeister für Allgemeine Verwaltung und Krankenhäuser, zunächst über den "Stand der ökofairen Beschaffung in Stuttgart" berichten.

Als weitere Referenten sprechen Dietmar Hage, Leiter der Rechnungsprüfung der Stadt Ostfildern, zum Thema "Keine Produkte ausbeuterischer Kinderarbeit in der Beschaffung der Stadt Ostfildern" und Gerd Oelsner, Agenda-Büro der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, zu "Faire Beschaffung in Kommunen".

Keine Kinderarbeit

Der Gemeinderat hat im Juli 2011 beschlossen, dass Stuttgart sich an der Kampagne "Fair-Trade-Stadt" beteiligen soll. Das Siegel wird ausgelobt von TransFair e.V. Deutschland.

Eine Folge ist beispielsweise, dass bei städtischen Ausschreibungen darauf geachtet wird, dass nur Produkte und Dienstleistungen Berücksichtigung finden, die ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt sind oder deren Produzenten und Händler sich aktiv für einen Ausstieg aus der Kinderarbeit einsetzen.

Fair im Stadtbezirk

Stuttgart verfolgt als "Fair-Trade-Stadt" einen lokalen Ansatz auf der Ebene der 23 Stadtbezirke. Lokale Steuerungsgruppen unter Federführung der Bezirksvorsteherinnen und -vorsteher arbeiten gemeinsam an der Erfüllung der Kriterien.

Der gewünschte Effekt der Kampagne, dass das Thema Fairer Handel breiter in die Bevölkerung getragen wird, ist schon in vielen Bereichen spürbar.

"Es ist nicht nur wichtig, das Thema im Bewusstsein der Verbraucherinnen und Verbraucher zu verankern", so Bürgermeister Wölfle. "Auch die Kommunen müssen ihre eigene Beschaffung in globaler Verantwortlichkeit unter Beachtung der Umwelt- und Sozialstandards sowie unter Einhaltung von Menschenrechten organisieren."

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