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OB Kuhn und BM Schairer bestürzt über den Tod von Polizeipräsident Züfle

17.06.2013 Aktuelles
Oberbürgermeister Fritz Kuhn und Bürgermeister Martin Schairer bezeichneten übereinstimmend den Tod von Polizeipräsident Züfle als "schweren Verlust für die Landeshauptstadt und die Polizei".

Oberbürgermeister Fritz Kuhn und Ordnungsbürgermeister Martin Schairer sind zutiefst bestürzt über den plötzlichen Tod von Polizeipräsident Thomas Züfle. "Mit Thomas Züfle verlieren die Landeshauptstadt und die Polizei einen hervorragenden, vor allem aber sehr menschlichen Präsidenten. Wir trauern mit allen, die ihm nahe standen, vor allem mit seiner Ehefrau und Familie, der wir unsere aufrichtige Anteilnahme aussprechen", sagten Kuhn und Schairer.

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Thomas Züfle. Foto: Susanne Kern

Mit Kompetenz und Augenmaß

OB Kuhn erklärte: "Thomas Züfle hat vor zwei Jahren seine Aufgabe in einer schwierigen Zeit angenommen und diese mit viel Augenmaß und einem hohen Maß an Kompetenz bewältigt. Durch seine ausgleichende und besonnene Handlungsweise hat er zur Befriedung der Stadtgesellschaft beigetragen. Dies gilt insbesondere auch für die Auseinandersetzungen beim Bahnprojekt Stuttgart 21."

Er sei für ihn als Oberbürgermeister ein kompetenter und kluger Gesprächspartner gewesen, "weil Züfle Verständnis für das gehabt habe, was für das Klima in unserer Stadt wichtig ist." Kuhn weiter: "Wir sind ihm zu Dank verpflichtet. Sein Tod ist ein schwerer Verlust für die Landeshauptstadt und für die Polizei."

Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Polizeipräsidium lobten sein soziales Gewissen und den mitmenschlichen Umgang, weil er immer den Menschen gesehen habe, ungeachtet seiner Position, ergänzte der Oberbürgermeister.

Vertrauen gestärkt

Bürgermeister Schairer sagte: "Die Arbeit des Polizeipräsidenten und seiner Polizei hat dazu geführt, dass die objektive Sicherheitslage und das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger in Stuttgart außerordentlich gut sind. Hier ist die Stadt Thomas Züfle ausgesprochen dankbar."

Ihm sei es durch seine besonnene Amtsführung gelungen, das Vertrauen in die Polizei zu stärken und das Verhältnis zwischen den Bürgern und der Polizei zu verbessern.

Schairer hob hervor, dass es Thomas Züfle war, der zu den Gegnern des Bahnprojekts nach dem sogenannten Schwarzen Donnerstag, den 30. September 2010, die Distanz überwand und dazu beitrug, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen. Schairer: "Diese menschliche Kommunikationsfähigkeit zählte zu seinen herausragenden Eigenschaften."

Tod beim Motorradfahren

Der 57-jährige Thomas Züfle verunglückte tödlich am Sonntagnachmittag, 16. Juni, bei einer privaten Motorradausfahrt.

Züfle hatt sein Amt in Stuttgart am 28. Juli 2011 angetreten. Er war Nachfolger von Siegfried Stumpf, der im Frühjahr 2011 aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand gegangen war.

Zuvor war Züfle seit Januar 2007 Leiter der Polizeidirektion Tübingen. Er war bereits schon einmal für ein Jahr beim Polizeipräsidium Stuttgart tätig, als Leiter der Kriminalinspektion 1, zuständig unter anderem für Kapitaldelikte.

Davor war Züfle Referent im Innenministerium. Unter anderem war er auch beruflich in Afghanistan eingesetzt.

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