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Politischer Auftakt des Mobilitätsprojekts "2Move2"

18.06.2013 Verkehr/Mobilität
Zum politischen Auftakt des europäischen Mobilitätsprojekts 2Move2 trafen sich am Dienstag, 18. Juni, Vertreter der EU-Kommission, der beteiligten Städte Stuttgart, Malaga, Brünn und Tel Aviv-Yafo, der Projektpartner sowie Firmen und Verbände im Stuttgarter Rathaus.

Zum Auftakt gehörte auch eine Rundfahrt, auf der die in Stuttgart geplanten Maßnahmen vorgestellt wurden. Nach der Fahrt mit einem Hybridbus der SSB wurden die E-Ladesäulen in die Lautenschlagerstraße besucht. Es schloss sich ein Informationsgespräch bei der Mobilitätsberatung im "i-Punkt" an. Dann führte die Tour über die B 14 zur Integrierten Verkehrsleitzentrale (IVLZ) in Bad Cannstatt und dann zurück ins Rathaus.

Ziel: Umweltfreundlicher Verkehr

2Move2 ist Teil der Civitas-Initiative, die die Europäische Kommission 2002 ins Leben gerufen hat. Ziel ist es, den Verkehr in Europa umweltfreundlicher zu gestalten. Gemeinsam mit Malaga, Brünn und Tel Aviv-Yafo sowie vier weiteren Partnern realisiert die Stadt Stuttgart bis Ende 2016 Projekte, die die städtische Mobilität verbessern sollen.

Die Städte werden dabei von weiteren Partnern wie der Universität Stuttgart und der SSP Consult Beratende Ingenieure unterstützt. Das Projekt hat ein Volumen von 9,1 Millionen Euro und ist damit eines der größten geförderten Vorhaben, die die Landeshauptstadt bisher umgesetzt hat.

Verantwortlich für das Gesamtprojekt ist Wolfgang Forderer, Leiter der Abteilung Mobilität im Stab von Oberbürgermeister Fritz Kuhn. Er ist überzeugt, dass das Projekt viele Vorteile für Stuttgart mit sich bringt. "Mit Hilfe der EU-Mittel können wir unsere Vorhaben besser und schneller umsetzen."

Verkehrsfluss verbessern

In Stuttgart stehen vor allem die emissionsabhängige Verkehrssteuerung, Elektromobilität und Mobilitätsmanagement im Vordergrund.

Auch beim Güterverkehr werden bis 2016 neue Konzepte entwickelt und umgesetzt.

Am Beispiel der ausgewählten Teststrecke, der B 14 vom Neckartor bis zum Österreichischen Platz, wird beispielsweise ermittelt, ob dynamische Geschwindigkeitsvorgaben den Verkehrsfluss verbessern und Schadstoffe reduzieren.

Dabei werden auch der öffentliche Nahverkehr sowie der Rad- und Fußverkehr einbezogen. In Stadtbezirken und Schulen sind darüber hinaus Informationsveranstaltungen und Schulungen zum Thema Elektromobilität geplant.

"Wir möchten das Bewusstsein für nachhaltige Mobilität in Stuttgart stärken und zeigen, dass es mit dem öffentlichen Nahverkehr, den Carsharing-Angeboten, Call-a-Bike-Rädern und Elektrofahrzeugen viele umweltfreundliche Verkehrsmittel in Stuttgart gibt", sagt Wolfgang Forderer.