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OB Kuhn eröffnet "Naturerfahrungsraum" in Stuttgart-West

21.06.2013 Umwelt
Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat am Freitag, 21. Juni, gemeinsam mit Bezirksvorsteher Reinhard Möhrle und Volker Schirner, Leiter des Garten-, Friedhofs- und Forstamts, den Naturerfahrungsraum Klüpfelstraße oberhalb des Hölderlinplatzes im Stuttgarter Westen eröffnet

Vor allem Kinder sollen dort mitten im dicht besiedelten Stuttgarter Westen eine Erlebnislandschaft mit Gemüsebeeten, einem Sträucherwald, einem "grünen Klassenzimmer" und einer Grillstelle nutzen können.

Vorher standen in diesem Gebiet Kleingärten, die jedoch kaum bewirtschaftet wurden, teils sogar aufgelassen waren. Nach einer Begehung mit der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen wurde der rund 5000 Quadratmeter große Bereich oberhalb der Klüpfelstraße näher untersucht. Der Gemeinderat beschloss auf Anregung des Bezirksbeirats, den Naturerlebnisraum einzurichten. Das Gebiet liegt im mit Spielflächen am schlechtesten versorgten Teil Stuttgarts.

Oberbuergermeister Fritz Kuhn eröffnete den Naturerfahrungsraum im Stuttgarter Westen. Foto: Danze/Stadt Stuttgart Vergrößern
Oberbuergermeister Fritz Kuhn eröffnete den Naturerfahrungsraum im Stuttgarter Westen. Foto: Danze/Stadt Stuttgart

Moderiertes Beteiligungsprojekt

Im Juni und Juli 2012 gab es ein moderiertes Beteiligungsprojekt mit zwei Workshops. Hier waren Vertreter des Gemeinderats, des Bezirksbeirats, Einrichtungen der Kinderbetreuung in Stuttgart-West, Naturschutzverbände, die Jüdische Religionsgemeinschaft, Vereinen, Kirchen, betroffene Kleingärtner, Sponsoren und die Verwaltung vertreten. Aus den Workshops ging die AG NER Klüpfelstraße hervor.

Nach einem Kinderbeteiligungsprojekt mit anschließender Anlieger- und Nutzerinformation im Oktober 2012 wurde ein Plan erarbeitet und in der AG abgestimmt.

Für die Planung galt stets der Grundsatz, dass das Gelände und seine Strukturen so wenig wie möglich und nur so viel wie nötig verändert werden.

Ein Schutzstollensystem im Untergrund aus dem Zweiten Weltkrieg wurde identifiziert und von einem Geologen auf Gefahrenstellen untersucht. Ergebnis: Das Gelände kann gefahrlos betreten werden.

Das Gebiet ist eingezäunt, Tore sind vorhanden und können im Bedarfsfall abgeschlossen werden. Zwei Gartenhäuser werden erhalten. Sie dienen schwerpunktmäßig dem Aufenthalt ("Gärtnerhaus") beziehungsweise als Lagerraum ("Schweizer Haus").

"Grünes Klassenzimmer"

Nicht zuletzt entsprechend den Erkenntnissen aus der Kinderbeteiligung wurden spezielle Bereiche ausgewiesen. So gibt es Gemüsebeete, eine Streuobstwiese, Beerensträucher, ein "Trockenmauer-Erlebnis", ein "Grünes Klassenzimmer", einen Sitzplatz mit Grillstelle sowie (Picknick)-Wiesen. Außerdem umfasst das Gelände einen Teich, einen Sträucherwald, einen Laubengang mit Weintrauben sowie eine Aussichtsplattform.

Die Nutzung durch Gruppen wird durch die AG geregelt. Interessenten können sich per E-Mail an R.u.U.Moehrle@gmx.de oder klettern@naturfreunde-stuttgart-west.de wenden.

Außer bewährten Stuttgarter Handwerksfirmen hat bei der Umsetzung das Sozialunternehmen "Neue Arbeit" maßgeblich mitgeholfen. Dieses soll auch bei der künftigen gärtnerischen Pflege und Unterhaltung eingesetzt werden.