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Stadtteilfest am sanierten Ernst-Reuter-Platz in Giebel

22.06.2013 Stadtbezirke
Mit einem großen Festprogramm wurde im Stadtteil Giebel am 22. Juni die Neugestaltung des Ernst-Reuter-Platzes und des Stadtteilzentrums gefeiert. Um 13 Uhr eröffnete Baubürgermeister Matthias Hahn die sanierte Ortsmitte zusammen mit Bezirksvorsteherin Ulrike Zich.

"Die gelungene Umgestaltung des Ernst-Reuter-Platzes mit dem Stadtteilzentrum ist ein großer Gewinn für Giebel. Viele sind hier in der Bürgerbeteiligung aktiv und bringen sich in den Prozess der Erneuerung ihres Stadtteils ein. Dieses ausdauernde Engagement kann nicht hoch genug geschätzt werden und ich danke Ihnen ganz herzlich dafür", sagte Hahn in seiner Rede. Danach weihten Pater Konrad Werder von der Katholischen Salvatorkirche und Pfarrer Christian Löw von der Evangelischen Stephanuskirche den Platz.

Das Stadtteilmanagement sowie örtliche Vereine und Institutionen hatten im Vorfeld ein vielfältiges und buntes Bühnenprogramm zusammengestellt. Für Kinder und Jugendliche gab es zusätzlich ein attraktives Spiel- und Bewegungsangebot. Ab 14.45 Uhr startete das Bühnenprogramm, unter anderem mit verschiedenen Tänzen und Live-Musik von der Jazzband "Fidgety Feet" und der "Lamp Fall Rhythm" aus dem Senegal. Ab 20 Uhr sorgte die Gruppe "Fabulous South Tunes" für die weitere Unterhaltung.

Der neu gestaltete Ernst-Reuter-Platz wurde mit einem Fest am Samstag, 22. Juni, eingeweiht. Foto: Rudel/Stadt StuttgartVergrößern
Der neu gestaltete Ernst-Reuter-Platz wurde mit einem Fest am Samstag, 22. Juni, eingeweiht. Foto: Rudel/Stadt Stuttgart

Neuer Glanz der Ortsmitte

Mit dem Stadtteilfest erlebte der neu gestaltete Platz seine Premiere, denn auch künftig werden Veranstaltungen, Märkte und Feste hier stattfinden, ob es sich um den traditionellen Weihnachtsmarkt oder den jährlichen Weinumtrunk der Giebler Fachgeschäfte handelt. Nach 15 Monaten Bauzeit präsentiert sich die Ortsmitte in einem neuen Glanz: Bodenbeläge und Beleuchtung wurden erneuert, neue Spiel- und Freizeitmöglichkeiten eingerichtet sowie zusätzliche Sitzbänke aufgestellt, alte Bäume erhalten und 22 neue gepflanzt.

Der Einladungs- und Aufenthaltscharakter des urbanen Platzes hat damit erheblich gewonnen. So laden etwa die Sitzstufen am kleinen Hang zusammen mit der vor allem von den Kindern gewünschten Wasserzone zum Verweilen ein. Ein überdachter Treffpunkt ist noch in der Planung. Neu ist auch ein barrierefreier Zugang über einen Rampenweg von der Engelbergstraße aus.

Mehr als zwei Millionen Euro investiert

Über den Platz hinaus wurde - in der Verbindung zum Krötenweg - zwischen den Läden eine Spiel- und Freizeitachse für alle Altersgruppen gestaltet. Auch diese sind inzwischen alle behindertengerecht erreichbar. Die Eigentümer haben dazu dankenswerterweise private Flächen eingebracht und sich auch an den Kosten der Baumaßnahmen beteiligt. Zur Verbesserung der Einkaufssituation und damit zur Stärkung der örtlichen Geschäfte wurden zusätzliche Stellplätze eingerichtet.

Die Umgestaltung der 15 Hektar großen Fläche hat insgesamt 2,17 Millionen Euro gekostet. Davon trägt die Stadt 40 Prozent, Bund und Land zahlen den Rest aus Fördermitteln des Programms "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - Die Soziale Stadt".

Projekt mit reger Bürgerbeteiligung

Die neu gewonnene Anziehungskraft dieses Ortes konnten das Stadtteilmanagement und der Bürgerverein Giebel und Bergheim e. V. bei der Vorbereitung des Stadtteilfestes deutlich spüren. Sie hatten alle Hände voll zu tun, um die Teilnahmewünsche für das Programm zu erfüllen, denn alle wollten mitmachen. Die Ideen zur Neugestaltung der Ortsmitte kamen aus den Themengruppen der regen Bürgerbeteiligung. Sie dienten als Basis für die Ausschreibung des städtebaulichen Gutachterverfahrens, den die Arbeitsgemeinschaft Jürgen Zeeb, Architekt, und Hubert Reich, Landschaftsarchitekt, gewonnen hatte. Die Projektleitung des Umbaus lag beim Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung, für die Koordination waren Tiefbauamt und Garten-, Friedhofs- und Forstamt zuständig. Eine während des Umbaus eingerichtete Bau-Bürgersprechstunde hat sich bewährt und wurde vor allem von den Anliegern gerne genutzt.

Weitere Infos, auch zur Bürgerbeteiligung, gibt es auf www.stuttgart-giebel.de.