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Flüchtlinge: Stadtverwaltung schafft kurzfristig Unterkünfte

09.07.2013 Soziales
Die Stadt Stuttgart kommt ihrer Verpflichtung nach, weitere Flüchtlinge unterzubringen.
So wird noch in diesem Monat eine neue Unterkunft in der Tunzhofer Straße (Stuttgart-Nord) ihren Betrieb aufnehmen. Dort stehen kurzfristig rund 90 Plätze zur Verfügung. Der Caritasverband wird die Flüchtlinge betreuen, beraten und in die Stuttgarter Lebenssituation einführen. Eine weitere Unterkunft in Stuttgart-Vaihingen mit ebenfalls rund 90 Plätzen soll in den nächsten sechs Wochen folgen. Hierzu laufen abschließende Gespräche. Ende des Jahres soll dann in Stuttgart-Heumaden der Gebäudeteil wiedereröffnet werden, der im August 2012 vollständig niedergebrannt war. Zudem könnte die Unterkunft um eine Gebäudezeile erweitert werden, wenn der Gemeinderat dies im Juli beschließt.


Mehr Flüchtlinge durch Krisen in Afghanistan, Irak, Pakistan oder Syrien

Durch Krisen in Afghanistan, Irak, Iran, Pakistan oder Syrien flüchten immer mehr Menschen auch nach Baden-Württemberg. Sie halten sich zunächst in der Landesaufnahmeeinrichtung in Karlsruhe auf. Da die Einrichtung keine Flüchtlinge mehr aufnehmen kann, hat das Land alle 44 Stadt- und Landkreise angewiesen, Unterkünfte zu schaffen. Die Landeshauptstadt muss daher noch im Juli 84 Flüchtlinge aufnehmen und unterbringen. Insgesamt muss sie in diesem Jahr noch 367 zusätzliche Plätze schaffen. Damit wären Ende des Jahres rund 1580 Flüchtlinge in Stuttgart untergebracht.

"Stuttgarter Weg"

Die Landeshauptstadt verfolgt den so genannten "Stuttgarter Weg": Sie stellt dezentral sowohl Wohneinheiten unterschiedlicher Belegungszahl ebenso wie größere Unterkünfte für die Flüchtlinge bereit. Die Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit Isabel Fezer: "Unser Ziel ist die sozialverträgliche Unterbringung. Zudem versuchen wir, die Flüchtlinge möglichst gleichmäßig auf alle Stadtbezirke zu verteilen, um örtliche Akzeptanz und soziale Integration zu erreichen. Dieser Weg hat sich bewährt, und wir werden ihn auch künftig beschreiten." Die Landeshauptstadt ist offen und dankbar für Vorschläge von Hauseigentümern zur Unterbringung von Flüchtlingen.