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Preise für Energiesparprojekte in Schulen

15.07.2013 Umwelt
Das LESS-Projekt (Lukratives Energiesparen in Stuttgarter Schulen) soll Schüler und Lehrer dazu animieren, aktiv nach Einsparmöglichkeiten in ihren Schulen zu suchen.

Am Montag, 15. Juli, gab es das jährliche Treffen des Projekts mit anschließender Preisverleihung in der Uhlandschule.

Um Schulen beim verantwortungsbewussten Umgang mit Energie und Wasser zu unterstützen, bietet das Amt für Umweltschutz gemeinsam mit dem Schulverwaltungsamt seit fünf Jahren das Projekt LESS an. Ziel des Projekts ist es, die Themen Energieeinsparung, Nachhaltigkeit, Ressourcen- und Klimaschutz in den Schulen zu verankern.

Mit dem Projekt sollen Schüler selbst Energiesparpotenziale entdecken und Maßnahmen entwickeln, um den Energie- und Wasserverbrauch in den Schulen zu reduzieren und Menschen im schulischen Umfeld anzuregen, dasselbe zu tun.

19 Schulen beschäftigten sich im Jahr 2012 aktiv mit ihrem Energie- und Wasserverbrauch. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr durch das Projekt 49 362 Euro eingespart. Anteile der eingesparten Energiekosten erhalten die teilnehmenden Schulen. Die Mittel werden den Schulen zur freien Verwendung überlassen.

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Sandra Langer zeigt an Stuttgarter Schulen den sorgsamen Umgang mit Energie. Foto: Stadt Stuttgart

Geld für sparsame Schulen

Folgende Schulen erhalten eine Auszahlung: Die Albschule, das Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium, das Ferdinand-Porsche-Gymnasium, die Hohewartschule, das Hölderlin-Gymnasium, die kaufmännische Schule Stuttgart-Süd, das Königin-Olga-Stift, die Maria-Montessori-Schule, die Realschule Feuerbach, die Rilke-Realschule, die Robert-Mayer-Schule, die Uhlandschule, das Wirtschaftsgymnasium West und die Wolfbuschschule.

Zusätzlich werden alle Schulen für ihre Aktivität bei der Aufklärung über Möglichkeiten zum Energiesparen belohnt.

Ausstellung in Uhlandschule

Zum ersten Mal fand unter dem Motto "LESS - unser Energietag" die Abschlussveranstaltung in einer der teilnehmenden Schulen statt. In einer Begehung wurde gezeigt, welche Arbeiten notwendig sind, um aus der Uhlandschule eine Plusenergieschule zu machen, und im Markt der Möglichkeiten war zu sehen, welche Aktivitäten in den anderen Teilnehmerschulen umgesetzt wurden.

Die Ausstellung in der Uhlandschule in Zuffenhausen, Tapachstraße 4, kann während dieser Woche ganztägig besucht werden, um Anmeldung unter less@stuttgart.de wird gebeten.

Mit dem LESS-Projekt soll erreicht werden, dass das in den Schulen eingeübte Alltagsverhalten auch im privaten Umfeld der Schülerinnen und Schüler eingesetzt wird. Gleichzeitig soll das Bewusstsein geweckt werden, dass die auf der Erde vorhandenen Rohstoffe und Energiequellen endlich sind. Dadurch leistet LESS innerhalb und außerhalb der Schulen einen Beitrag zum Umweltschutz.

Ein Einstieg weiterer Schulen in das LESS-Projekt ist jederzeit möglich. Die Federführung für das Projekt liegt beim Amt für Umweltschutz.

Über eine Million gespart

In den vier zurückliegenden Auswertungsjahren wurden in den Schulen insgesamt 1.101.000 Kilowattstunden Heizenergie eingespart. Dieser Wert entspricht rund vier Prozent des Heizenergieverbrauchs der beteiligten Schulen in diesem Zeitraum.

Die Stromeinsparung beträgt 192 900 Kilowattstunden (etwa vier Prozent des Verbrauchs), der CO2-Ausstoß wurde um insgesamt 517 Tonnen verringert. Dies entspricht einem jährlichen CO2-Ausstoß von über 60 Einfamilienhäusern.

Der Ansprechpartner für Rückfragen ist beim Amt für Umweltschutz Dr. Jürgen Görres, Telefon 216-88668.

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