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Fachtag zur Sprachförderung für Migranten

17.07.2013 Aktuelles
Die Stadt Stuttgart und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge veranstalten am Freitag, 11. Oktober, den Fachtag "Berufsbezogene Sprachförderung für Personen mit Migrationshintergrund" im Stuttgarter Rathaus.

Er soll interessierten Betrieben und Personen aus dem medizinisch-pflegerischen Bereich einen umfassenden Überblick zum Kursangebot und zu den vielfältigen Kursmöglichkeiten geben.

Der Fachtag ist kostenfrei. Eine Anmeldung im Internet unter www.stuttgart.de/esf-fachtag oder bei Isabel Lavadinho, Leiterin Arbeitsförderung, Telefon 216-60619, E-Mail esf-fachtag@stuttgart.de, bis Freitag, 4. Oktober, ist nötig.
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und die Landeshauptstadt Stuttgart informieren die Gäste der Veranstaltung über die Chancen und Möglichkeiten der Mitarbeiterförderung. Die Bildungsinstitute, die die Sprachkurse durchführen, stellen sich vor und stehen für Fragen zur Verfügung. In Fachforen wird über Kurskonzepte in Unternehmen und Kliniken sowie Pflegeeinrichtungen informiert. Auch individuelle Kursangebote können mit den Teilnehmern gestaltet werden.

Qualifizierte Menschen aus dem Ausland anwerben

Der demografische Wandel zeigt Spuren. Bereits heute gibt es in der Bundesrepublik in Teilen des Arbeitsmarktes einen Fachkräftemangel. Insbesondere sind hiervon Arbeitsfelder im medizinischen und pflegerischen Bereich betroffen, aber auch Teilbereiche von Wirtschaftunternehmen, die qualifizierte Fachkräfte suchen. Schon heute werden qualifizierte Menschen aus dem Ausland angeworben, um diese in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren. Stuttgart ist hiervon ebenso betroffen wie andere Gebiete in Deutschland. Auch in Stuttgart werden ausländische Arbeitskräfte benötigt, um den Wirtschaftsstandort attraktiv und die Produktivität hoch zu halten.

Die Europäische Kommission hat auf diese gesellschaftliche Entwicklung reagiert. Mit einem Programm zur Förderung der berufsbezogenen Sprachkenntnisse können Migrantinnen und Migranten, die in Deutschland Arbeit suchen, beschäftigt sind oder angeworben werden, ihre Kenntnisse in der deutschen Sprache verbessern. So werden sie bei der Integration in den deutschen Arbeitsmarkt unterstützt.

Integration ein wichtiges Anliegen

Die Integration von zugewanderten Menschen und deren Familien ist der Landeshauptstadt Stuttgart ein wichtiges Anliegen. Das Referat des Ersten Bürgermeisters Michael Föll hat sich daher an der Ausschreibung des EU-Programms beteiligt und ist mittlerweile in der Bundesrepublik führend in der Umsetzung des Programms "Berufsbezogene Sprachförderung".

Die Stadt Stuttgart bietet Stuttgarter Unternehmen, Kliniken und Pflegeeinrichtungen berufsbezogene Sprachkurse an. Die Kurse werden nach Anforderungen der Betriebe, Kliniken und Pflegeeinrichtungen inhaltlich und zeitlich individuell gestaltet. Das umfassende Kursangebot kann sowohl berufsbegleitend als auch in Teil- oder in Vollunterrricht wahrgenommen werden. Durch die Förderung über die Europäische Union und die Koordination des Programms über die Stadt ist es möglich, die Arbeitgeber von organisatorischen Kursabwicklungen und hohen Kursgebühren zu befreien.

Erfolgsprogramm für Stuttgart

"Das ist ein Erfolgsprogramm für Stuttgart", so die Koordinatorin des Programms in Stuttgart, Isabel Lavadinho, die die städtische Arbeitsförderung leitet. "Bis Ende des Förderzeitraums haben wir über 5000 Menschen mit berufsbezogenen Sprachkursen erreicht. Wir arbeiten schon heute mit Firmen und Unternehmen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zusammen."

Das Fraunhofer-Institut nutzt die Kurse als Inhouse-Seminare für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Rückmeldungen sind sehr positiv. Auch die Pflegeeinrichtungen der Evangelischen Heimstiftung konnte ihre angeworbenen Pflegekräfte mit dem Programm schulen und ihnen den Weg in den deutschen Arbeitsmarkt, aber auch die gesellschaftliche Integration, erleichtern.