Presse
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Pädagogische Konzepte wirken sich auf Schulhaus-Bauten aus

09.08.2013 Bildung
Zum Schuljahressende veröffentlicht das Schulverwaltungsamt den Schulbericht 2012.

Dieser hat sich zu einem beliebten und immer stärker nachgefragten Nachschlagewerk entwickelt, da er über Neuerungen im Schulalltag informiert und Auswirkungen der aktuellen bildungspolitischen Veränderungen auf die Schullandschaft präsentiert. Der Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung und die Einrichtung von Gemeinschaftsschulen erfordern zum Beispiel erhebliche Umstrukturierungen in der Standortplanung, sowohl bei den allgemein bildenden als auch bei den beruflichen Schulen.

Neu- und Erweiterungsbauten

Zwei große Kapitel des Schulberichts widmen sich den im Jahr 2012 fertig gestellten Neu- und Erweiterungsbauten und Sanierungen. Der Sanierungsbedarf von rund 450 Millionen Euro und etwa 1700 Maßnahmen soll bis 2018 abgebaut werden. Zusammen mit neuen Erkenntnissen aus den Sanierungsuntersuchungen, die in vielen Fällen einen Ersatzneubau wirtschaftlicher als die Sanierung einschätzen, steht ein mittelfristiges Investitionsvolumen von etwa 500 Millionen Euro an.

Blick auf Ganztag und Inklusion

Beim Schulbau tritt immer mehr die "Planungsphase 0" in den Blickpunkt. Die bildungspolitischen Veränderungen erfordern dabei, dass im Vorfeld mit den Schulgemeinden die strukturellen Weiterentwicklungen der pädagogischen Bildungskonzepte, auch mit Blick auf Ganztag und Inklusion, abgestimmt werden. Der Abschnitt "Wie plant und baut man eine gute Schule?" des Schulberichts schildert die neuen Wege, die das Schulverwaltungsamt derzeit in der Schulbauplanung beschreitet

Themenschwerpunkt Schulkinderbetreuung

Ein weiterer Themenschwerpunkt des Schulberichts ist die Schulkindbetreuung, die gegenwärtig von einer starken Dynamik geprägt ist. An den betreffenden Grundschulen wird derzeit der Beschluss zum Ausbau von pädagogisch anspruchsvollen Ganztagsschulen mit dem Zwischenschritt Schülerhaus umgesetzt. Bis 2020 soll dadurch der "Betreuungswildwuchs" an den 72 Stuttgarter Grundschulen gebündelt werden. Die voraussichtlichen Investitionen liegen bei rund 200 Millionen Euro. Der Schulbericht erläutert, was hinter den Begriffen "Schülerhaus", "Ganztagsschule" und "Halbtagsbetreuung" steckt. Er zeigt die jeweiligen Standards auf und informiert über den aktuellen Stand der Angebote.
Darüber hinaus sind im Schulbericht wie gewohnt die aktuellen statistischen Daten zu Schüler- und Klassenzahlen zusammengestellt. Für Interessierte ist der Bericht im Schulverwaltungsamt bei Annette Brenner-Verdi unter der Telefonnummer 216-88931 sowie per E-Mail unter Annette.Brenner-Verdi@stuttgart.de erhältlich.