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Schulorganisatorische Neuerungen zum Schuljahr 2013/2014

24.09.2013 Bildung
An Stuttgarter Schulen gibt es zum Schuljahr 2013/2014 einige Veränderungen und schulorganisatorische Neuerungen zu vermelden.

Dazu gehört das erste Musikgymnasium in Baden-Württemberg sowie 13 weitere Ganztagesschulen und Schulhäuser. Die Stadt hat zudem viele Schulen umgebaut oder in Neubauten investiert.
Am Eberhard-Ludwigs-Gymnasium im Stuttgarter Norden ist mit einer fünften Klasse das erste Musikgymnasium eingerichtet worden.

In Kooperation mit der Musikhochschule Stuttgart und der Stuttgarter Musikschule werden dort musikalisch hochbegabte Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Die Stadt, das Land und die schulischen Projektpartner arbeiten seit Monaten intensiv an den Planungen für Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen des Schulgebäudes, um künftige Klassen unterbringen zu können.

Der Baubeginn ist für Anfang 2016 geplant, wenn der Gemeinderat die benötigten Finanzmittel von rund 34 Millionen Euro bereitstellt.

Wünsche und Anregungen

Die Bürgermeisterin für Kultur, Bildung und Sport, Dr. Susanne Eisenmann, fordert Lehrer und Schüler auf, ihre Anregungen und Wünsche an das künftige Schulgebäude einzubringen: "Wenn Pädagogik erfolgreich in Räume übersetzt werden soll, ist eine enge Einbindung der Nutzer unerlässlich. Eine Beteiligung der Schulgemeinde in den Bauprozess stärkt die Nachhaltigkeit der getätigten Investitionen und trägt zu einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung bei."
 
Die Elise-von-König-Schule in Stuttgart-Münster ist zu diesem Schuljahr als erste Schule in Stuttgart als Gemeinschaftsschule in der Klassenstufe 5 mit 48 Schülerinnen und Schülern gestartet. Alle Bildungsstandards (Haupt-, Sonder-, Realschule und Gymnasium) werden von Lehrkräften aller Schulformen unterrichtet.

Das Lernangebot ist inklusiv und im Ganztagesschulbetrieb organisiert.

Neues berufliches Schulzentrum

Mit der Zusammenführung der Alexander-Fleming-Schule und der Hedwig-Dohm-Schule in Stuttgart-Nord hat die Landeshauptstadt ein neues berufliches Schulzentrum mit 33000 Quadratmetern Fläche geschaffen.

Ab dem aktuellen Schuljahr können 3000 Berufsschülerinnen und Berufsschüler vielfältige Teilzeit- und Vollzeitbildungsgänge in den Berufsfeldern Gesundheit, Pflege und Sozialpflege sowie Ernährung, Hauswirtschaft, Kinderpflege, Sozialpädagogik und Sozialwesen belegen. Die Baukosten für diesen, auf absehbare Zeit, größten Schulneubau in Stuttgart lagen bei rund 60 Millionen Euro.  

Als Ganztagsgrundschulen sind ab diesem Schuljahr die Altenburgschule und Hohensteinschule. Unter den weiterführenden Schulen haben die Werkrealschule der Körschtalschule und die Hauptstufe der Steigschule den Ganztagesbetrieb aufgenommen.

Neun weitere Grundschulen sind mit Schulhäusern als Vorstufe zur Ganztagsschule gestartet: Dazu gehören die Albschule, Herbert-Hoover-Schule, Luginslandschule, Neuwirtshaus, Österfeld, Pragschule, Reisachschule, Steinbachschule und Wilhelmsschule Wangen.

Mehr Ganztagesschulen

"Der Ausbau pädagogisch anspruchsvoller Ganztagesschulen schreitet stetig und zügig voran", sagt Eisenmann. Sie will den wachsenden Bedarf an Ganztagsplätzen decken und mehr Bildungsgerechtigkeit erreichen. "Gute Ganztagesschulen können den Einfluss sozialer Herkunft reduzieren und Bildungschancen verbessern. Jedes Kind soll die Möglichkeit haben, eine Ganztagesschule zu besuchen."

Für den Ganztagesbetrieb hat die Stadt zusätzlich Schulen erweitert und Umbauarbeiten im Bestand fertiggestellt: Die Rosensteinschule hat für 4,5 Millionen Euro insgesamt 630 Quadratmeter für den Ganztagsbetrieb inklusive Küche und Speisebereich erhalten.

Das Wittenberg-Gymnasium und die Lindenrealschule haben für 6,3 Millionen Euro einen gemeinsamen Neubau bekommen.

Die Grundschule Birkach wurde für rund drei Millionen Euro erweitert. In dem neu geschaffenen rund 350 Quadratmeter großen Ganztagsbereich können die Kinder lernen, spielen und essen.