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Weitreichender Wasserschaden im Neubau für das Olgahospital und die Frauenklinik - Umzug muss verschoben werden

26.09.2013 Bauen
Die Fertigstellung des neuen Olgahospitals und der Frauenklinik hat kurz bevorgestanden.

Die Eröffnung war für den 26. Oktober 2013 geplant, und der Umzug sollte Anfang November stattfinden. Auf der Zielgaraden hat an einer bereits seit zwei Monaten betriebenen zentralen Leitung der Trinkwasserversorgung eine Rohrverbindung versagt und das Gebäude über sechs Geschosse bis in die Tiefgaragenebene unter Wasser gesetzt. Der weitreichende Wasserschaden zwingt die Projektverantwortlichen dazu, den geplanten Einzugstermin abzusagen.

Schadensanalyse

Technikbürgermeister Dirk Thürnau sagte am Donnerstag, 26. September: "Wann die Kinder- und Frauenklinik in das neue Gebäude umziehen kann, wird sich erst in etwa vier Wochen nach genauer Schadensanalyse sagen lassen." Werner Wölfle, Bürgermeister für Allgemeine Verwaltung und Krankenhäuser, äußerte sein "großes Bedauern vor allem für die erwartungsvollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für die Patienten." Beide Bürgermeister betonten, es würden alle Anstrengungen unternommen, um so schnell wie möglich den Neubau für das Olgahospital und die Frauenklinik seiner Bestimmung zu übergeben.

Viele Räume betroffen

Betroffen sind bereits fix und fertig möblierte und bezugsbereite Räume der Gynäkologie und wichtige Untersuchungs- und Behandlungsräume der Kinderklinik. Im Bereich HNO, Teilen der intensivmedizinischen Pflege, der pädiatrischen Ambulanz, der Physiotherapie und in betriebswichtigen Räumen für die Herzkatheterbehandlung und für die Endoskopie ist an eine Inbetriebnahme in diesem Jahr nicht zu denken.

Ein Zehntel der Gebäudefläche unter Wasser

Insgesamt stand einschließlich der Tiefgarage knapp ein Zehntel der Gebäudefläche unter Wasser. Durch Schäden am Brandschutz und durch die Beeinträchtigung von Flucht- und Rettungswegen können auch angrenzende unversehrte Räume aus Sicherheitsgründen nicht in Betrieb gehen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Brandabschottung zwischen der unterirdischen Energiezentrale und den Klinikräumen in Teilen durch das eindringende Wasser zerstört wurde. Nach Stand der aktuellen Schadensanalyse ist rund ein Fünftel der Gebäudefläche von den Schäden betroffen.

Überprüft

In Mitleidenschaft gezogene gebäudetechnische Anlagen, darunter Aufzugsanlagen und elektrotechnische Einrichtungen, werden aktuell überprüft. Gleichzeitig wurde mit dem Rückbau durchnässter Wände und Böden begonnen. Ausgehend von den Rohbauoberflächen muss der Innenausbau anschließend neu hergestellt werden. Sobald die Haustechnik wieder funktioniert, können zurückgebaute medizintechnische Einrichtungen wieder in die Nutzungsbereiche eingebracht werden.

Eindeutiger Schaden

Die Kosten für die Behebung der Schäden und die Verschiebung des Umzugs lassen sich noch nicht beziffern. Der Schaden ist aber eindeutig zuzuordnen. Die Versicherungen sind eingeschaltet und haben den Schaden auch schon begutachtet.