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Vorbild für den Stadtteil wird Namensgeber

02.10.2013 Aktuelles
Der neue Quartiersplatz im Stadtteil Rot hat seit dem 2. Oktober einen Namen: Er heißt jetzt Adam-Krämer-Platz.

Werner Wölfle, Bürgermeister für Allgemeine Verwaltung und Krankenhäuser, weihte diesen am Mittwoch offiziell ein. Der Vorschlag kam von den Bürgerinnen und Bürgern aus dem Stadtteil selbst. Ein Wettbewerb kürte Adam Krämer und Friedrich Milla, beides engagierte Bewohner von Rot, zu den Favoriten. Die Stadt schlug vor, den Weg beim Bürgerhaus Rot mit den Namen Friedrich-Milla-Weg und dem Quartiersplatz in der Gundelsheimer Straße den Namen Adam-Krämer-Platz zu geben. So kamen beide Roter Identifikationspersonen als Namensgeber für den öffentlichen Raum zu Ehren. Der Friedrich-Milla-Weg wurde bereits am 3. Juni diesen Jahres förmlich eingeweiht.

Neu geordnet

Im Jahr 2003 wurde der Stadtteil Rot Sanierungsgebiet. 2006 wurde das Quartier rund um die Gundelsheimer Straße neu geordnet. Gemeinsam mit den Bürgern wurde ein neuer Quartiersplatz entwickelt. Das Ergebnis ist ein bepflanzter offener Raum, der den Grünzug des Tapachtals "auffängt" und diesen abschließt.

Zum Namensgeber Adam Krämer

Der Namensgeber Adam Krämer wurde 1912 in Weprowatz (Serbien) geboren. 1951 kam er nach Zuffenhausen. Kurz nach seinem Zuzug wurde er Vorsitzender des 1945 gegründeten FC Batschka - dem heutigen SV Rot. Bis 1977 hielt er diese Position inne und war anschließend Ehrenvorsitzender des Vereins. Er trug wesentlich zu dessen Aufbau bei und war über Jahrzehnte eine tragende Persönlichkeit des Vereins. Darüber hinaus war Krämer Mitglied im Sportgericht des Fußball-Bezirks Stuttgart. Für sein Engagement erhielt er 2002 die Verbands-Ehrennadel in Gold des Württembergischen Landessportbundes und die Deutsche Fußballbund-Ehrenuhr.

Kulturelle und soziale Themen

Adam Krämer engagierte sich auch für kulturelle und soziale Themen. Mit Unterbrechungen war er insgesamt 17 Jahre im Bezirksbeirat tätig und setzte sich dort für die Interessen der Stadtteilbewohner von Rot ein. Er bemühte sich um die Integration der in Rot angesiedelten deutschen Heimatvertriebenen und galt als Chefkoordinator und einer der Väter des Zuffenhäuser Fleckenfestes. Doch auch außerhalb von Zuffenhausen war Adam Krämer aktiv: Für sein Mitwirken an der Städtepartnerschaft zwischen Zuffenhausen und La Ferté-sous-Jouarre wurde ihm 1990 die Bürgermedaille "Zuffenhäuser Hirt" verliehen. Krämer starb im Jahr 2006. Das Engagement von Adam Krämer im kulturellen, sportlichen und sozialen Bereich für Rot und seine Bewohner soll durch die Benennung des Quartiersplatzes in "Adam-Krämer-Platz" nachhaltig Anerkennung finden.