Presse
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Allein leben - allein sterben

09.10.2013 Aktuelles
In der Reihe "Sterben in Stuttgart - Wunsch und Wirklichkeit" geht es am Dienstag, 15. Oktober, um 17.30 Uhr im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses um das Thema "Allein leben - allein sterben: Tendenz steigend?"

Mehr als die Hälfte der Stuttgarter Wohnungen sind als Single-Haushalt gemeldet. Die stetig wachsende Zahl Alleinlebender kann viele Gründe haben: Die einen haben sich bewusst dafür entschieden, für andere ist es die Folge eines Schicksalsschlags.

Steigende Individualisierung

Insgesamt bestätigen die Zahlen einen Trend zu steigender Individualisierung in den reichen Industriestaaten. Diese Entwicklung schlägt sich auch in einem beunruhigenden Umstand nieder: Immer wieder lesen wir Schlagzeilen über Verstorbene, die erst nach Tagen oder Wochen in ihrer Wohnung aufgefunden werden. Und wir fragen uns: Wie kann es geschehen, dass überquellende Briefkästen oder nicht bewegte Rollläden keinem auffallen? Was war das für ein Leben, ohne Angehörige und ohne Nachbarschaft?

Podiumsdiskussion

Auf dem Podium diskutieren Valeria Schittler vom städtischen Bestattungsdienst des Garten-, Friedhofs- und Forstamts, Dr. Janosch Schobin, Soziologe am Hamburger Institut für Sozialforschung, Thomas Schuler, Verkäufer der Straßenzeitung Trott-war, sowie Eberhard Steinhilber, Diakon und Leiter der Begegnungsstätte "Die Brücke" in Bad Cannstatt. Isabel Fezer, Bürgermeisterin für Soziales, Jugend und Gesundheit, begrüßt die Gäste, die Moderation übernimmt Pfarrer Friedemann Binder. Das Podiumsgespräch findet im Rahmen der Kulturwoche des Palliativ-Netz Stuttgart "Der Tod gehört zum Leben" statt.