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Zuffenhausen-Rot feiert Abschluss von "Sozialer Stadt"

11.10.2013 Soziales
Nach zehn Jahren hat der Stadtteil Zuffenhausen-Rot das Programm "Soziale Stadt" abgeschlossen.

Dies ist mit einem Festakt im Rahmen des Roter Herbstfestes am Samstag, 12. Oktober, gefeiert worden. Oberbürgermeister Fritz Kuhn und der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Matthias Hahn, würdigten die Leistungen der Ehrenamtlichen der "Sozialen Stadt", die sich über viele Jahre in der offenen Bürgerbeteiligung engagiert haben.

Viele positive Veränderungen

In den vergangenen zehn Jahren hat sich Rot in vielerlei Hinsicht sehr positiv verändert. Im Bund-Länder-Programm "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - Die Soziale Stadt", standen Fördermittel in Höhe von 10,6 Millionen Euro für Investitionen zur Verfügung, wovon 60 Prozent von Bund und Land beigetragen wurden. Zusätzlich konnten Mittel für soziale Projekte aus angegliederten Programmen für Rot akquiriert werden.

Farbig und auffallend

Das bedeutendste und mit seiner Farbigkeit auch auffallendste Einzelprojekt ist sicher das Bürgerhaus. Räume der evangelischen Kirchengemeinde in der Auricher Straße 34 wurden von der Stadt angekauft, umfassend modernisiert und für die neue Nutzung umgebaut. Die beliebte Caféteria Oase ist nach mehreren Projektphasen nun in der Regelfinanzierung der Stadt gesichert und wird als niederschwelliger Treffpunkt von der Evangelischen Gesellschaft getragen. Das Bürgerhaus ist mit vielfältigen Veranstaltungen und Angeboten das Zentrum des Gemeinwesens in Rot.

Grüner Stadtteil

Rot ist ein grüner Stadtteil mit hohem Freizeitwert. Die vielen Grünflächen wurden besonders für Kinder und Jugendliche attraktiver. Sie konnten sich bei den Projekten der Sozialen Stadt sowohl in den Planungsphasen als auch bei der Realisierung einbringen. Rot bietet dem Nachwuchs heute mit großzügigen Spiel- und Aufenthaltsbereichen im Tapachtal und in der Rotweganlage, modernen Bolzplätzen und den neuen Jugendräumen im Holzhaus vielfältige Möglichkeiten. Natürlich profitieren auch die Erwachsenen von diesem Grünzug durch Rot: Wegeverbindungen für Fußgänger und Radfahrer wurden gestärkt, die Flächen im Tapachtal wurden neu geordnet, und das Nebeneinander verschiedener Nutzungen folgt den gemeinsam in der Bürgerbeteiligung aufgestellten Regeln. Noch im Bau ist das neue Stadtteilzentrum am Hans-Scharoun-Platz. Die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) investiert zwölf Millionen Euro. Im Frühjahr 2014 werden hier 44 Mietwohnungen, sieben Gewerbeeinheiten, Flächen für ein Lebensmittelvollsortiment und der zentrale öffentliche Platz fertig gestellt sein.

Größeres Kinderbetreuungsangebot

Es werden noch zwei Baumaßnahmen zur Erweiterung des Kinderbetreuungsangebotes mit Mitteln der Sozialen Stadt gefördert: Löwensteiner Straße 49 und Auricher Straße 34 als Anbau an das Bürgerhaus. Im Anschluss an die Erweiterung der Kita Löwensteiner Straße wird die Umgestaltung des daneben liegenden Quartiersplatzes realisiert.

Mit Bürgerbeteiligung

Die Bürgerbeteiligung in Rot wurde vom Büro GRiPS, Ute Kinn, begleitet. Sie begann mit dem Prozess der Lokalen Agenda im Jahr 2000. Die Bürgerbeteiligung wurde seit 2003 im Programm Soziale Stadt weitergeführt und in Arbeitskreisen und Projektgruppen organisiert. Sie zeichnet sich aus durch große Offenheit, die Bereitschaft, Konflikte anzugehen und Originalität bei den Ergebnissen. "Via Romana", ein Treffpunkt für Menschen am Rand der Gesellschaft, ist dafür ein gutes Beispiel. Dieses Engagement wurde mit dem Preis Soziale Stadt auf Bundesebene anerkannt. Viele Anwohner engagieren sich seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Bürgerbeteiligung. Im Bürgerverein Stuttgart-Rot e.V. wird die Arbeit weiter getragen und über den Abschluss des Programms Soziale Stadt hinaus verstetigt. Beim offenen Informations- und Gesprächsangebot "Roter Forum" sind alle Bürgerinnen und Bürger sowie alle Institutionen von Rot eingeladen, die für den Stadtteil wichtigen Fragen zu diskutieren und die Lösung von Problemen voranzubringen.