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50 Jahre Wohnheim Nordbahnhofstrasse

23.10.2013 Soziales
Vor 50 Jahren, am 23. Oktober 1963 wurde das Wohnheim Nordbahnhofstraße als eines der ersten Wohnheime für wohnungslose Menschen in Stuttgart eröffnet. Das Wohnheim feierte dieses Jubiläum mit einem kleinen Fest am Mittwoch, 23. Oktober, ab 15 Uhr.

Bereits im Mai 1960 wurde vom Gemeinderat der Stadt Stuttgart der Standort an der Nordbahnhofstrasse festgelegt, um über 1700 Menschen, die bis dahin in Bunkern und Wohnlagern untergebracht waren eine Übernachtungsmöglichkeit anzubieten. Nach anfänglichen Protesten wurde im Februar 1961 der Baubeschluss gefasst, im April 1962 wurde bereits Richtfest gefeiert. Am 23. Oktober 1963 wurde das Wohnheim als Übergangswohnheim mit 472 Plätzen für Männer und Frauen geöffnet. Es ist als zentrale Anlaufstelle für Wohnungslose in Stuttgart konzipiert und das Sozialamt ist direkt vor Ort, um Ansprüche zu prüfen. Die Menschen konnten das Haus ab 17 Uhr aufsuchen und mussten morgens um 8 Uhr ihre Schlafplätze wieder räumen.

Dieses Angebot wurde im Laufe der vergangenen 50 Jahre als Teil der Wohnungsnotfallhilfe in Stuttgart immer wieder verändert und weiterentwickelt. Heute bietet die Stadt Stuttgart im Verbund mit unterschiedlichen Trägern ein differenziertes Hilfesystem für wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen an. Das Hilfeangebot reicht von der präventiven Beratung in regionalen Beratungsstellen über die Notübernachtung bis zur vollstationären Unterbringung.

Das Wohnheim Nordbahnhofstrasse entwickelte sich in den letzten fünf Jahrzehnten vom Übernachtungsheim zum Wohnheim und von der zentralen Anlaufstelle zu einem Teil der Wohnungslosenhilfe in Stuttgart.

Anfang der 70er Jahre wird für das Wohnheim ein pädagogisches Konzept entwickelt, zum Übernachtungsangebot kommen zunehmend auch Freizeitangebote, die Bewohner und Bewohnerinnen müssen das Haus tagsüber nicht mehr verlassen und es entstehen für Männer und Frauen getrennte Wohngruppen. Die Unterbringung erfolgt in Vier- bis Acht-Bett-Zimmern. Diese ändert sich erst 1985 mit der Eröffnung des Immanuel-Grözinger-Hauses.

Die Platzzahl wird 1994 mit dem Umzug der Frauenabteilung ins Neeffhaus weiter reduziert, die Anzahl der Mehrbettzimmer sinkt dadurch erheblich. Erste Einzelzimmer können angeboten werden.

Seit 1996 ist das Wohnheim Teil des Eigenbetriebes leben&wohnen der Landeshauptstadt Stuttgart.sabine.bergmann-dietz@stuttgart.de

Kurzinformationen zum Eigenbetrieb leben&wohnen

sabine.bergmann-dietz@stuttgart.deDas Männerwohnheim Nordbahnhofstraße 21 ist eine Einrichtung von leben&wohnen, Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Stuttgart. In den Stadtteilen Vaihingen, Rohr, Sonnenberg, West, Wangen, Mitte und Nord betreut, berät und pflegt leben&wohnen mehr als 1300 Menschen in den Bereichen Altenhilfe, stationäre Pflege, Kurzzeitpflege, häusliche Krankenpflege, Tagespflege, Betreutes Wohnen und Wohnungslosenhilfe. Eine Begegnungsstätte und eine Altenpflegeschule ergänzen das Angebot.

Pressekontakt für Rückfragen:

Sabine Bergmann-Dietz, Geschäftsführerin leben&wohnen
Telefon 216-89101
Telefax 216-89150
E-Mail sabine.bergmann-dietz@stuttgart.de

Frau Sabine Bergmann-Dietz