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Netzwerk der Werkbundsiedlungen tagt in Stuttgart

29.10.2013 Bauen
Auf Einladung des Amts für Stadtplanung und Stadterneuerung treffen sich Vertreter der Städte mit Werkbundsiedlungen der 1920er- und 1930er-Jahre am Montag, 4., und Dienstag, 5. November, zu einer ersten Tagung.

Tagungsort für die Delegationen aus Breslau, Brünn, Prag, Wien, Zürich und Stuttgart ist die Aula der Akademie der Bildenden Künste auf dem Killesberg, direkt neben der 1927 erbauten Weißenhofsiedlung.

Hier treffen sich Fachleute aus sechs europäischen Städten, um ein Netzwerk für den Austausch von Erfahrungen zu bilden.

Es geht um die Strukturen der einzelnen Siedlungen, ihren Erhaltungszustand, die denkmalschutzrechtlichen Möglichkeiten sowie ihre Perspektiven für die Zukunft. Die Bauforschung, einzelne Sanierungstechniken, Beteiligung der Eigentümer, Informationsvermittlung und touristischer Nutzen sind weitere Themen des Treffens.

Unterschiedliche Orte - gleiche Formen

Es handelt sich bei den sechs Siedlungen um gebaute Gedanken zu modernem Wohnen, die aus dem Städtebau des 20. Jahrhunderts nicht mehr wegzudenken sind.

Die Siedlungen wurden damals aus denselben Hintergründen für Personenkreise an unterschiedlichen Orten Europas in denselben Formen der Moderne erbaut.

Sie sind deshalb geradezu prädestiniert dafür, als Symbol europäischer Einheit und gemeinsamer Ideale zu gelten. Aus diesen Gründen erfüllen sie nach Meinung der Teilnehmer die Bedingungen für eine europäische Auszeichnung, das Europäische Kulturerbe-Siegel.

Die Möglichkeiten, diese Auszeichnung zu erlangen, werden ebenfalls bei dieser internationalen Tagung ausgelotet.

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