Presse
  •  

Aufruf zur Haus- und Straßensammlung 2013 für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

30.10.2013 Aktuelles
Oberbürgermeister Fritz Kuhn bittet die Stuttgarter Bevölkerung, sich bei der Haus- und Straßensammlung des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge zu beteiligen:
"Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
seit 94 Jahren setzt sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für die Erhaltung und Pflege deutscher Kriegsgräber im In- und Ausland ein. Damit erinnert der Volksbund jährlich an die Toten und ermahnt die Lebenden, sich für den Frieden zu engagieren. Die aktuelle politische Lage in vielen Teilen der Welt zeigt uns deutlich, dass Frieden, wie wir ihn seit Jahrzehnten erleben dürfen, keine Selbstverständlichkeit ist. Deutsche Soldaten tragen durch ihren Einsatz außerhalb unseres Landes dazu bei, dass weltweit friedliche Koexistenzen aufgebaut und gesichert werden.
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. sorgt im Auftrag der Bundesregierung in 45 Ländern für die über 2,5 Millionen Gräber von Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft im In- und Ausland. Er sucht nach Gräbern von Gefallenen und identifiziert Unbekannte. Der Volksbund versucht auch, die Hinterbliebenen zu ermitteln und hilft in allen Fragen der Kriegsgräberfürsorge. Die Arbeit an den Gräbern der Gefallenen vollzieht sich im Rahmen der Bestimmungen des humanitären Völkerrechts, auch "Genfer Konvention" genannt.
Allein im letzten Jahr hat der Umbettungsdienst des Volksbundes mehr als 42.000 Gefallene geborgen und auf deutschen Kriegsgräberstätten beigesetzt. Der Schwerpunkt lag dabei in Osteuropa und mit über 24.200 Exhumierungen vor allem in Russland. Die jährliche Haus- und Straßensammlung stellt dabei einen Eckpfeiler bei der Sicherstellung der finanziellen Mittel für diese umfangreiche Arbeit dar.
Kriegsgräber erinnern an das schwere Schicksal ganzer Generationen. Soldatenfriedhöfe sind moralische Orientierungspunkte für das Gewissen - sie sind Orte der Begegnung, der Verständigung und des Friedens. Auch im vergangenen Sommer halfen junge Menschen aus Deutschland und aus vielen Ländern Europas - einschließlich Osteuropa -, unsere Kriegsgräber im In- und Ausland zu pflegen. Diese Begegnungen und die Zusammenarbeit tragen zu freundschaftlichem und friedlichem Zusammenleben bei. Die Erziehung zu Toleranz und zum Frieden bedeuten für den Volksbund unverzichtbare Bestandteile seines Auftrages.
Die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge steht unter dem Motto "Kriegsgräber: Mahnmale für den Frieden, gegen Gleichgültigkeit und Vergessen!" Wir alle wissen, dass die umfangreichen Aufgaben erhebliche Mittel erfordern, die der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ohne weitere finanzielle Hilfe durch die Bevölkerung nicht aufbringen kann.
Ich bitte Sie deshalb herzlich, die Sorge um die Gräber unserer Kriegstoten sowie die Arbeit um Versöhnung und Frieden durch eine Spende bei der Haus- und Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge zu unterstützen, die vom 1. November bis zum 17. November durchgeführt wird. Auch wenn das Kriegsende nun schon über 60 Jahre zurückliegt, konnten noch nicht alle Toten auf Gemeinschaftsgrabanlagen bestattet werden. Deshalb ist Ihre Unterstützung auch heute noch sehr wichtig. Helfen Sie mit einem finanziellen Beitrag!"

Fritz Kuhn
Oberbürgermeister