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Gedenkveranstaltung an die Pogromnacht in Bad Cannstatt

04.11.2013 Stadtbezirke
Der Bezirksbeirat von Bad Cannstatt erinnert mit einem einstündigen Stadtrundgang mit dem Historiker Olaf Schulze an die Pogromnacht in Bad Cannstatt vor 75 Jahren.

Dabei werden auch einzelne Schicksale Cannstatter Juden vorgestellt. Die Gedenkveranstaltung beginnt am Samstag, 9. November, um 15 Uhr am Platz der Synagoge, König-Karl-Straße 49.

Vor 75 Jahren, in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, brannten in ganz Deutschland die Synagogen. Jüdische Geschäfte wurden verwüstet, Tausende jüdische Männer ihren Familien entrissen und in Konzentrationslager verschleppt. Diese Ereignisse waren ein deutliches Zeichen des nationalsozialistischen Antisemitismus, eine Station auf dem Weg in die geplante Vernichtung des Judentums.

Diese Pogrome gab es auch in Bad Cannstatt. Hier wurde in den frühen Morgenstunden des 10. November die Synagoge an der König-Karl-Straße von Mitgliedern der Cannstatter Feuerwache angezündet, nachdem Angehörige der Gestapo die Kultgegenstände zerstört hatten.

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