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Aktionsplan für Akzeptanz und gleiche Rechte

06.11.2013 Aktuelles
Stuttgart unterstützt als Kooperationspartner Landesinitiative für Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Identitäten

Mit einem Aktionsplan für Akzeptanz und gleiche Rechte will die Landesregierung die Situation von Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Identitäten entscheidend verbessern. Als Kooperationspartner mit im Boot ist die Stadt Stuttgart, wo mit Fachleuten und interessierten Bürgern am Mittwoch, 20. November, der erste Beteiligungsworkshop stattfindet.

Für echte Gleichstellung

Insgesamt hat das Sozialministerium bis Februar nächsten Jahres vier solcher Workshops in verschiedenen Städten des Landes geplant. Ziel ist es, im Dialog mit Kooperationspartnern und Interessierten Konzepte und Maßnahmen zu entwickeln, um bestehende Diskriminierung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, transgender, intersexuellen und queeren Menschen (LSBTTIQ) in verschiedenen Bereichen zu identifizieren und für eine echte Gleichstellung zu werben.

Respektvolles Miteinander

Die Landeshauptstadt teilt den Anspruch eines respektvollen Miteinanders und eines offenen Klimas und ist Kooperationspartnerin für den Auftaktworkshop geworden. Die Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren, Katrin Altpeter, wird zu Beginn der Veranstaltung einen Impulsvortrag halten.

Akzeptanz und Chancengleichheit

Die Stadtverwaltung ist bereits in diesem Bereich auf verschiedenen Ebenen aktiv. In ihrer Doppelrolle als Dienstleistungsunternehmen und Arbeitgeberin macht sie sich sowohl im Blick auf die Bürgerinnen und Bürger wie auf die eigenen Beschäftigten für Akzeptanz und Chancengleichheit stark. Unter anderem wurde für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits eine zentrale Ansprechstelle für Fragen im Zusammenhang mit sexueller Identität am Arbeitsplatz eingerichtet: Noch im November soll ein Stammtisch für interessierte Beschäftigte starten und in die Stellenausschreibungen wurde ebenfalls ein geeigneter Passus aufgenommen. Außerdem hat Diversity Managment einen festen Platz in der Führungskräfteentwicklung und bei der Sensibilisierung aller städtischen Mitarbeiter. Diversity Management will die soziale Vielfalt der Mitarbeiter konstruktiv für den Unternehmenserfolg nutzen, Chancengleichheit verbessern und Diskriminierungen verhindern.

Bestandsaufnahme und Vorschläge

Beim Workshop geht es zunächst um eine Bestandsaufnahme: Wie und wo tritt Diskriminierung auf, welche Handlungsfelder gibt es und wie geht man damit um? In einem zweiten Schritt werden Vorschläge gesammelt, wie sich Veränderungen einleiten und erfolgreich realisieren lassen.

Markt der Möglichkeiten

Parallel findet ein "Markt der Möglichkeiten" statt, bei dem die Teilnehmer ihre Ideen und Konzepte vorstellen können. Das Haupt- und Personalamt präsentiert sein Maßnahmenpaket, ebenso die Abteilung für individuelle Chancengleichheit.

Gleichberechtigt aufwachsen und leben

Insgesamt berücksichtigt der Aktionsplan des Landes sechs Handlungsfelder. Die Möglichkeit als LSBTTIQ gleichberechtigt aufzuwachsen und zu leben steht dabei genauso im Fokus wie mehr Gleichstellung durch bessere Bildung und Qualifizierung oder die Sensibilisierung aller für eine tolerante, gleichberechtigte Gesellschaft. Wichtige Punkte sind darüber hinaus eine diskriminierungsfreie Arbeitswelt, Schutz und Gleichstellung durch die Arbeit von Polizei und Justiz sowie die Weiterentwicklung von Strukturen und der Abbau von Barrieren für die Betroffenen.

Weitere Infos

Der Beteiligungsworkshop findet am Mittwoch, 20. November, von 16 Uhr bis 19.40 Uhr im SpOrt Stuttgart, Fritz-Walter-Weg 19, 70372 Stuttgart statt. Interessierte können sich unter www.fafo-bw.de/Veranstaltungen/2013-11-20.asp anmelden, alternativ per E-Mail mit Kontaktdaten und Angabe des Handlungsfelds an dem sie mitarbeiten wollen unter fafo-veranstaltungsmanagement@stala.bwl.de oder per Fax 641-2444. Anmeldeschluss ist der 11. November. Eine wichtige Arbeitsgrundlage für weitere Aktionen werden die Ergebnisse der Onlinebefragung zur Lebenssituation von LSBTTIQ in Baden-Württemberg sein. Mitmachen kann man unter www.Aktionsplan-Akzeptanz-und-gleiche-Rechte.de.