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Bürgermeister fordern aktive Schritte für atomwaffenfreies Deutschland

11.11.2013 Aktuelles
Über 100 Bürgermeister und Oberbürgermeister des weltweiten Bündnisses "Mayors for Peace" (Bürgermeister für den Frieden) haben die Verhandlungspartner von CDU, CSU und SPD schriftlich aufgefordert, sich im Rahmen der Koalitionsvereinbarungen zu einem atomwaffenfreien Deutschland und einer atomwaffenfreien und friedlichen Welt zu bekennen.
"Atomwaffen treffen immer die Menschen vor Ort, vor allem in den Städten", so Werner Wölfle, Bürgermeister für Allgemeine Verwaltung und Krankenhäuser. "Sie nehmen keine Rücksicht auf Grenzen oder Nationen. Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 sind starke Mahnmale von damals und zeigen uns die schrecklichen Folgen noch heute. Daher muss die Abschaffung von Atomwaffen vorangetrieben werden - quer durch alle politischen Lager."

Die Forderung der Bürgermeister umfasst die Festschreibung dieses Bekenntnisses der künftigen Bundesregierung bereits durch Aufnahme dreier Punkte in den Koalitionsvertrag:
  • Erstens: Einsatz für ein vertragliches Verbot und die Vernichtung aller Atomwaffen - weltweit.
  • Zweitens: Positionierung gegen die Laufzeitverlängerungsprogramme von bestehenden Nuklearwaffen.
  • Drittens: Einsatz für einen Abzug der in Deutschland m Rahmen der nuklearen Teilhabe der NATO verbliebenen Atomwaffen.

Das internationale Städtenetzwerk Mayors for Peace (Bürgermeister für den Frieden) wurde im Jahr 1982 gegründet und geht auf die Initiative der Städte Hiroshima und Nagasaki zurück. Die Stadt Stuttgart ist seit November 2004 Mitglied im Bündnis.