Presse
  •  

Erweiterungsbau des Lindenschulzentrums eingeweiht

12.11.2013 Bauen
"Für das Lindenschulzentrum mit dem Wirtemberg-Gymnasium und der Linden-Realschule wurden mit dem Erweiterungsbau wichtige Weichen in Richtung Zukunft gestellt", sagte Bürgermeisterin Eisenmann.

Als Eliteschulen des Sports haben die beiden Schulen auch überregional eine besondere Anziehungskraft. Die Schulstrukturen sind genau auf die Talent-Potenziale im Sport abgestimmt. Dabei sind die sportlichen Ziele in ein pädagogisches Konzept eingebettet, das gleichermaßen die sozialen, schulischen und beruflichen Qualitäten der Schülerinnen und Schüler im Blick hat und fördert.

Der generelle Trend zu höherwertigen Bildungsabschlüssen und der Wegfall der Verbindlichkeit der Grundschulempfehlung haben dazu beigetragen, den räumlichen Druck auf die beiden Schulen noch weiter zu verstärken. Insbesondere im Gymnasialbereich ist die Nachfrage anhaltend hoch und kann durch das derzeitig vorhandene Raumangebot am Wirtemberg-Gymnasium nicht gedeckt werden. Im Rahmen der Schulentwicklungsplanung wird daher geprüft, wie weiterer Raum erschlossen werden kann, um diesen Fehlbedarf auszugleichen.

Gemeinsam mit dem Architekten Stefan Kamm und dem Landschaftsarchitekten Stephan Eurich ist es gelungen, die Raumsituation deutlich zu verbessern. Gebaut wurde am äußersten Rand des Baufelds, so dass der größte Teil der Freiflächen erhalten und auch der Schulhof aufgewertet werden kann.

Der Bau wurde Ende 2009 beschlossen, um die am selben Standort baufällig gewordenen Pavillons aus den 60er- und 70er-Jahren zu ersetzen. Der zweigeschossige, gut 1800 Quadratmeter Schulfläche umfassende Neubau steht direkt am Ufer eines Nebenarms des Neckars. Diese Lage ist eine Besonderheit. Seine rundliche Form bildet ein Pendant zur gegenüberliegenden Cafeteria des Wirtemberg-Gymnasiums.

Das Gebäude konnte innerhalb des Kostenrahmens von rund 6,3 Millionen Euro realisiert werden. Das Land übernimmt hiervon im Rahmen der Schulbauförderung und im Rahmen des Programms "Chancen durch Bildung" 792 000 Euro.

Mit dem Neubau können die von der Linden-Realschule so dringend benötigte Mensa und Küche mit multifunktionalen Aufenthalts- und Unterrichtsräumen errichtet werden. Das Wirtemberg-Gymnasium nutzt das obere Stockwerk mit neuen Unterrichtsräumen und Lehrerbereichen.

Sowohl am Wirtenberg-Gymnasium als auch an der Linden-Realschule besteht ein Ganztagesangebot, bei dem die Schülerinnen und Schüler an vier Tagen in der Woche Mittagessen können. Das Wirtemberg-Gymnasium ist bereits vor einigen Jahren als zweites Stuttgarter Gymnasium mit "Ganztagesbetrieb in offener Angebotsform" anerkannt worden. Die Lindenrealschule hat ihr Ganztagsangebot im Schuljahr 2012/13 eingeführt und kann es nun seit diesem Schuljahr dank des neuen Gebäudes auf alle Klassen erweitern.

"Die Grundrissaufteilung bietet in Verbindung mit der hochmodernen Ausstattung optimale Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches Lernen - sowohl mit Blick auf die Lehrplaninhalte als auch auf die sozialen Kompetenzen, die meiner Meinung nach den schulischen Inhalten nicht nachstehen dürfen", sagte Bürgermeisterin Eisenmann.

"Es ist unser Anspruch als Schulträger, dies mit den Gebäuden zu fördern - denn wie ein geflügeltes Wort so treffend sagt, hat jede Schülerin und jeder Schüler drei Pädagogen: die anderen Schüler, die Lehrer und den Raum. Die Landeshauptstadt Stuttgart als kommunale Schulträgerin kann vor allem mit dem dritten Pädagogen, dem Raum und dessen Gestaltung, die ersten beiden Pädagogen durchaus positiv beeinflussen, was hier ganz besonders gelungen ist."

Verwandte Themen