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Kein Streusalz auf Gehwegen

03.12.2013 Aktuelles
Das Amt für Umweltschutz macht darauf aufmerksam, dass in Stuttgart auf öffentlichen Gehwegen kein Salz oder sonstige auftauende Stoffe gestreut werden dürfen.

Dies regelt die Satzung über das Reinigen, Räumen und Bestreuen der Gehwege in Stuttgart vom 22. September 2011 (veröffentlicht im Amtsblatt der Landeshauptstadt Stuttgart Nr. 39 vom 29. September 2011, berichtigt im Amtsblatt Nr. 44 vom 3. November 2011).

Ein Verstoß gegen die Satzung kann mit einer Geldbuße bis zu 500 Euro bestraft werden.

Durch Streusalz werden Bäume und Sträucher massiv geschädigt. Diese Schäden entstehen durch Spritzwasser und salzhaltige Abwässer, die zur Ablagerung von Chloriden in Blättern, Blüten und Trieben führen. Aber nicht nur Pflanzen leiden unter dem Salz.

Wunde Pfoten, kaputte Schuhe

Tiere bekommen wunde Pfoten, das Salz greift Schuhe, Kleidung, Straßen- und Fußbodenbeläge, Metall und Beton an.
Das Amt für Umweltschutz empfiehlt, auch auf den privaten Geh- und Fahrwegen nur salzfreie, abstumpfende Streumittel wie Splitt, Sand oder Granulat zu verwenden. Dabei sollten Produkte zum Einsatz kommen, die das blaue Umweltzeichen (RAL-UZ 13 "weil salzfrei") tragen.

Diese funktionstüchtigen Mittel sind frei von organischen Bestandteilen und weiteren umweltschädlichen Beimengungen. Zweckmäßig wird erst gestreut, wenn vorher Schnee und Eis mechanisch, also mit Besen und Schaufel, entfernt wurden.

Das Streugut darf während des Winters auf dem Gehweg liegen bleiben, wodurch einiges Material eingespart wird. Diese Stoffe stellen keine Verschmutzung im Sinne der "Satzung über das Reinigen, Räumen und Bestreuen der Gehwege in Stuttgart" dar.

Streumittel nicht in den Gully

Erst im Frühjahr müssen die Gehwege gereinigt werden. Für ältere Menschen kann der auf den Gehwegen liegende Splitt beschwerlich sein. Deshalb empfiehlt es sich, bei länger andauernden Phasen ohne Frost oder Schnee das Streugut aufzukehren, zu lagern und bei Bedarf wieder zu verwenden.

Die Entfernung des Splitts in unkritischen Zeiten dient auch der Luftreinhaltung, da weniger Staub abgerieben und aufgewirbelt wird. Das Streugut kann am Ende des Winters auch vom Gehweg in den Rinnstein gekehrt werden, wo es von den städtischen Reinigungsfahrzeugen bei der Fahrbahn- oder Kandelreinigung aufgenommen, in einer nachgeschalteten Aufbereitungsanlage weiterbehandelt und bei Rekultivierungsmaßnahmen im Landschaftsbau verwertet wird.

Man sollte jedoch darauf achten, dass das Streugut nicht in die Kanaleinläufe gelangt.

Morgens in der Frühe räumen

Wichtig: Wer nach der Satzung räum- und streupflichtig ist, muss die Gehwege bei Schnee- und Eisglätte montags bis freitags bis 7 Uhr, samstags bis 8 Uhr, sonn- und feiertags bis 9 Uhr geräumt und gestreut haben. In der Regel ist auf mindestens 1,50 Meter Breite zu räumen.

Wenn Schnee- und Eisglätte tagsüber (bis 21 Uhr) entsteht, ist unverzüglich, bei Bedarf auch wiederholt zu streuen. Grundsätzlich gilt: Der Schnee ist beim Räumen auf dem restlichen Teil des Gehwegs und nur, soweit der Platz dafür nicht ausreicht, am Rand der Fahrbahn anzuhäufen.

Kein Schnee auf die Fahrbahnen

Auf keinen Fall darf der Schnee auf die Fahrbahn geworfen werden. Autofahrer sollen den Streufahrzeugen immer die Vorfahrt lassen, damit diese schneller vorankommen und freie Bahn für alle schaffen.

An den Haltestellen für öffentliche Verkehrsmittel oder für Schulbusse müssen die Gehwege bis zur Bordsteinkante bei Glätte so bestreut und vom Schnee freigehalten werden, dass ein gefahrloses Ein- und Aussteigen möglich ist. Ist eine Wartehalle vorhanden, so muss auch ihr Zu- und Abgang freigehalten werden.

Auch an Straßeneinmündungen und Fußgängerüberwegen müssen die Gehwege bis zur Bordsteinkante bei Glätte bestreut und von Schnee freigeräumt werden.

Die städtische Umweltberatung bittet darum, ältere Mitbürger beim Winterdienst zu unterstützen.

Weitere Infos

Die aktuelle Satzung über das Reinigen, Räumen und Bestreuen der Gehwege in Stuttgart ist im Internet auf der Seite www.stuttgart.de/schneeraeumpflicht zu finden.

Bei Fragen zur Räum- und Streupflicht für Gehwege erteilt das Amt für öffentliche Ordnung, Telefon 216-911 32 oder 216-911 36, Auskunft. Informationen zu geeignetem Streumaterial und zu Händlern von salzfreiem Streugut gibt das Amt für Umweltschutz unter Telefon 216-886 00.

Zur öffentlichen Straßenreinigung informiert der städtische Eigenbetrieb AWS unter Telefon 216-887 00.

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