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Finanzierung des städtischen Anteils am Neubau der John-Cranko-Schule gesichert

11.12.2013 Aktuelles
Porsche legt 10 Millionen Euro in gemeinsame Stiftung mit der Stadt ein. OB Kuhn und Porsche-Finanzvorstand Meschke: Weltruhm Stuttgarts als Ballettstadt festigen.
Die Landeshauptstadt Stuttgart und die Porsche AG haben eine gemeinsame Stiftung zur Förderung der Kunst und Kultur gegründet. In die, so der Name, "Stiftung zur Förderung der John-Cranko-Schule der württembergischen Staatstheater Stuttgart" legt die Stadt 16 Millionen Euro ein und die Porsche AG 10 Millionen Euro. Damit ist die Finanzierung des städtischen Anteils am Grunderwerb und Neubau sowie an der Erstausstattung der John-Cranko-Schule in Höhe von rund 25,3 Millionen Euro gesichert.

Stiftung zur Förderung der John-Cranko-Schule der württembergischen Staatstheater StuttgartVon links: Erster Bürgermeister Michael Föll, Finanzvorstand der Porsche AG Lutz Meschke und Oberbürgermeister Fritz Kuhn. Foto: Stadt Stuttgart / Lorenz
Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte am Mittwoch, 11. Dezember, bei einer Pressekonferenz im Stuttgarter Rathaus: "Mit der großzügigen Unterstützung beim Stiftungskapital stellt Porsche sein außerordentliches Engagement für den Standort Stuttgart unter Beweis. Im Namen der Landeshauptstadt danke ich dem Unternehmen dafür sehr herzlich." Auf diese Weise werde gewährleistet, "dass Stuttgart auch weiterhin eine große Anziehungskraft auf junge Tänzerinnen und Tänzer aus aller Welt hat und wir unsere internationale Spitzenposition im Ballett festigen, ja ausbauen können." Für Finanzvorstand Lutz Meschke ist das neuerliche Engagement von Porsche nur folgerichtig: "Als Hauptsponsor des Staatsballetts Stuttgart haben wir natürlich ein großes Interesse an einer intensiven Nachwuchsarbeit. Denn diese ist eine unverzichtbare Grundlage, um den Weltruf des Staatsballetts auf lange Sicht zu sichern."

Kuhn erklärte weiter, mit dem Beitrag des Sportwagenherstellers zum Stiftungsvermögen werde den Eleven der John-Cranko-Schule eine Ausbildungsstätte zur Verfügung gestellt, die modernsten Ansprüchen genüge und keinen Vergleich zu scheuen brauche. "Dies ist in vielerlei Hinsicht ein Gewinn für die Stadt wie die Region", unterstrich der OB. Kuhn hatte stets betont, dass die John-Cranko-Schule das Rückgrat für das Stuttgarter Ballett darstellt und damit den Weltruhm Stuttgarts als Ballettstadt mitbegründet.

Finanzvorstand Meschke erläuterte, das Engagement für den Neubau der John-Cranko-Schule passe nicht nur ins Konzept des Porsche-Kultursponsorings. Es sei auch ein weiterer Beleg dafür, dass Porsche bei der Förderung auch auf die Nachwuchsarbeit sehr hohen Wert lege. Dies gelte sowohl für die Aktivitäten im Kultursponsoring als auch bei der Porsche-Sportförderung. "Spitzenleistungen kann nur erbringen, wer bestens ausgebildet wurde", betonte Meschke, "und deshalb ist es für uns wichtig, dass wir junge Talente in Sport und Kultur ebenso fördern, wie wir es mit unseren eigenen Talenten in unserem Unternehmen tun."


Gemeinderat muss Gründung der Stiftung noch zustimmen

Die Landeshauptstadt Stuttgart errichtet eine rechtlich unselbstständige Stiftung mit dem Namen "Stiftung zur Förderung der John-Cranko-Schule der württembergischen Staatstheater Stuttgart". Zweck der Stiftung, die als Sondervermögen der Stadt Stuttgart geführt wird, ist die Realisierung des Neubaus der John-Cranko-Schule, nicht jedoch die Finanzierung der laufenden Betriebs- und Unterhaltskosten. Diese sind nach dem Staatsvertrag von Stadt und Land weiterhin zur Hälfte zu übernehmen.

Die Stiftung wird mit einem Stiftungskapital in Höhe von 26 Millionen Euro ausgestattet. Das Kapital wird durch Beiträge der Stadt in Höhe von 16 Millionen Euro und von der Porsche AG in Höhe von 10 Millionen Euro aufgebracht. Die Beiträge werden 2014 bis 2017 jeweils in vier gleichen Jahresraten (4 Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt, 2,5 Millionen Euro von Porsche) einbezahlt. Damit ist die Gesamtfinanzierung des städtischen Anteils an Grunderwerb und Neubau der John-Cranko-Schule sichergestellt. Die Stiftung, deren Rechtsträgerin die Stadt ist, kann laut Satzung daneben auch eigene gemeinnützige Tätigkeiten auf dem Gebiet der Förderung der Kunst und Kultur entfalten. Der Gründung der Stiftung muss der Gemeinderat noch zustimmen.

Für die Stiftungseinlage der Porsche AG wird zwischen der Stadt und dem Unternehmen eine Vereinbarung abgeschlossen, die Regularien wie Stiftungszweck, Gemeinnützigkeit und Stiftungsvermögen werden in einer Satzung festgeschrieben. Das Finanzamt Stuttgart Körperschaften hat bereits bestätigt, dass der Satzungsentwurf den gemeinnützigkeitsrechtlichen Bestimmungen entspricht.


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