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Schnell, elektrisch und preiswert: Stuttgarter benennen Wünsche zu "Verkehr und Mobilität"

29.01.2014 Verkehr/Mobilität
Die Stuttgarter wollen möglichst schnell und preiswert durch die Stadt kommen. Dabei sind sie auch gerne mit einem elektrischen Antrieb unterwegs.

Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer Auswertung der Bürgerumfrage 2013, die das Statistische Amt jetzt veröffentlicht hat. Nachzulesen ist die Untersuchung "Verkehr und Mobilität in Stuttgart" im Monatsheft 9/2013 des Amtes.

Der Leiter des Statistischen Amts, Thomas Schwarz: "Die Mobilität ist stets ein Schwerpunktthema bei den Bürgerumfragen. ‚Zu viel Straßenverkehr' und ‚Zu wenig Parkmöglichkeiten' rangieren bei der Frage nach den größten Problemen in der Stadt weit vorne. Sie sind auf Platz zwei beziehungsweise drei. An der Spitze standen auch 2013 ‚zu hohe Mieten'."

Amtsleiter Schwarz sagt weiterhin: "Die Auswertung ermöglicht bislang unbekannte Einblicke in das derzeitige Mobilitätsverhalten der Stuttgarter. Zugleich zeigt sie das Potential, das Mobilitätsformen wie Verleihsysteme oder Elektromobilität haben." Außerdem verdeutliche die Analyse, welche Prioritäten die Bevölkerung hat, aktuelle Verkehrsangebote zu verbessern und wie sie mögliche verkehrspolitische Veränderungen bewertet. "Konkret sehen die Stuttgarter Einwohner im Fahrradverkehr ebenso wie im ÖPNV die wichtigsten Schwerpunkte für Verbesserungsmöglichkeiten, während für Verbesserungen im Fußgängerverkehr offenbar noch bei vielen Bürgern Überzeugungsarbeit geleistet werden muss", so Schwarz.

Etwa zwei von drei Stuttgartern (61 Prozent) sprechen sich für eine städtische Förderung von Elektrofahrzeugen aus und würden grundsätzlich auch eines nutzen. Bei der jungen Generation zwischen 18 und 35 Jahren können sich sogar fast drei von vier Befragten vorstellen, künftig ein Elektrofahrzeug zu nutzen.

Auch Fahrzeugverleihsysteme stehen bei den Stuttgartern hoch im Kurs. Knapp die Hälfte aller Einwohner kennt Verleihsysteme für Auto oder Fahrrad. Doch sehen viele auch Verbesserungsbedarf. Eine deutliche Mehrheit (61 Prozent) wünscht sich einen Ausbau des Radwegenetzes und knapp mehr als die Hälfte (55 Prozent) wünschen sich mehr Abstellmöglichkeiten für Zweiräder. Zugleich würden sie ihr Rad auch gerne im öffentlichen Nahverkehr mitnehmen. Fast drei Mal so viele Bürger - elf Prozent - wie bislang wollen Fahrradleihsystem künftig auf jeden Fall nutzen. Allerdings sagen zwei von drei Befragten, sie hätten kein Interesse an Leihrädern.

Eine deutliche Mehrheit spricht sich gegen eine "City-Maut" oder ein generelles Tempo 30 im Stadtgebiet aus. Auch sollten die Preise für den ÖPNV neu gestaltet werden, das fordern 44 Prozent der Befragten. Amtsleiter Schwarz fasst zusammen: "Die Menschen wollen mitreden, wenn es um die zukünftige Verkehrsplanung ihrer Stadt geht." In Zahlen ausgedrückt: Für 23 Prozent ist es eine wichtige Angelegenheit, für weitere 23 Prozent ist es anstrebenswert.

Das Monatsheft Nr. 9/2013 ist beim Statistischen Amt, Eberhardstraße 39, 70173 Stuttgart, Telefon 216-98587, Fax 216-98570, im Internet unter www.stuttgart.de/statistik-infosystem oder per E-Mail an komunis@stuttgart.de zum Preis von 4 Euro erhältlich.