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Zunehmende Zuwanderung aus dem Umland nach Stuttgart

26.03.2014 Aktuelles
Aus dem weiteren Umland Stuttgarts ziehen vermehrt Bürger in die Landeshauptstadt. Das ist eines der Ergebnisse einer Untersuchung zum "innerdeutschen Wanderungsverhalten in Bezug auf Stuttgart", die im Monatsheft 2/2014 des Statistischen Amtes veröffentlicht wurde.

Innerhalb der vergangenen zehn Jahre haben sich die räumlichen Muster der Wanderungen von und nach Stuttgart verändert. Im Zuge eines robusten Angebots von Arbeits- und Ausbildungsplätzen sowie einer deutlich gestiegenen Zahl an Studienplätzen von rund 30 000 im Jahr 2000 auf über 50 000 im Jahr 2012 nahm die Zuwanderung aus einigen westdeutschen Bundesländern zu. Um das Jahr 2010 wurden mit allen deutschen Flächenländern Wanderungsüberschüsse erzielt, während Stuttgart zehn Jahre zuvor noch negative Wanderungssalden mit Baden-Württemberg und Bayern aufwies. Gleichzeitig haben die Wanderungsgewinne aus den ostdeutschen Bundesländern nachgelassen, so dass insgesamt von einer Angleichung der Wanderungsverflechtungen Stuttgarts mit den ost- und westdeutschen Flächenländern gesprochen werden kann.

Zuzug aus dem Umland

Grundlegend gewandelt haben sich die Wanderungsmuster zwischen Stuttgart und seinem weiteren Umland. Während die Stadt um das Jahr 2000 noch Einwohner an einige ländliche Kreise des weiteren Umlandes verlor, werden heute durchweg positive Wanderungssalden verzeichnet, was vor allem auf die veränderte Altersstruktur im weiteren Umland zurückzuführen ist.

Teilweise zeigen sich die räumlichen Muster der Wanderungen von und nach Stuttgart aber auch stabil: Die Abwanderungen in die direkten Umlandkreise einerseits und in die Kernstädte der westdeutschen Ballungszentren (München, Hamburg, Köln, Frankfurt, Düsseldorf) sowie nach Berlin andererseits halten mehr oder weniger unverändert an.

Ein weiterer Aufsatz des Monatshefts beschäftigt sich mit der Thematik sommerlicher Hitzebelastung der Stuttgarter Bevölkerung. Hier wurde eine entsprechende Frage der letzten Bürgerumfrage 2013 ausgewertet. 17 Prozent der Stuttgarterinnen und Stuttgarter fühlen sich danach durch sommerliche Hitze in der Stadt belastet. Innerhalb des Stadtgebiets gibt es aber größere Unterschiede. Vor allem im Talkessel, entlang der Neckarachse von Hedelfingen bis Bad Cannstatt und in Zuffenhausen fühlen sich die Bewohner überdurchschnittlich häufig im eigenen Wohnumfeld von sommerlicher Hitze belastet.

Das Monatsheft 2/2014 ist zum Preis von 4 Euro erhältlich beim Statistischen Amt, Eberhardstraße 39, 70173 Stuttgart, Telefon 216-98587, Fax 216-98570, E-Mail komunis@stuttgart.de, www.stuttgart.de/statistik-infosystem.