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Bürgermeister Wölfle zu Tarifabschluss: "Große Herausforderung für den Haushalt" - Städtischer Etat mit 28,5 Millionen Euro belastet

02.04.2014 Finanzen
Stuttgarts Verwaltungsbürgermeister Werner Wölfle sieht enorme Belastungen für den städtischen Haushalt durch den aktuellen Tarifabschluss.

Er kommentierte am 2. April: "Natürlich freut mich das Plus in der Lohntüte unserer gut 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gerade die Mitarbeiter der unteren Lohngruppen erhalten eine wichtige Anerkennung für die harte, verantwortungsvolle Arbeit, die sie Tag für Tag in unserer Stadt leisten. Die Verwaltung muss mit diesem Abschluss leben. Er ist für sie hart an der Grenze des Leistbaren."

Vereinbart wurden eine gestaffelte Entgelterhöhung über eine Laufzeit von zwei Jahren: Rückwirkend zum 1. März 2014 erhalten die Beschäftigten im öffentlichen Dienst 3 Prozent mehr, mindestens aber 90 Euro und zum 1. März 2015 noch einmal 2,4 Prozent mehr. Wölfe kommentiert: "Um neue Erzieherinnen zu gewinnen, gehen wir über den Abschluss hinaus: Hier bleiben wir bei der 100 Euro-Zulage."  

Weitere Eckpunkte der Vereinbarung: Auszubildende und Praktikanten erhalten zum 1. März 2014 40 Euro mehr, ab dem 1. März 2015 um 20 Euro mehr Tarifbeschäftigte haben künftig einheitlich 30 Tage und Auszubildende sowie Praktikanten 28 Tage Urlaub, also einen Urlaubstag mehr im Jahr.

Wölfle sagte: "Die Lohnerhöhung müssen wir natürlich gegenfinanzieren. Das wird eine große Herausforderung für unseren Haushalt." Der Abschluss in den Jahren 2014/2015 mit 28,5 Millionen Euro zu Buche, eingeplant waren 20,4 Millionen Euro. "Wir müssen also über acht Millionen Euro neu einplanen. Das ist eine gewaltige Herausforderung. Beruhigend für mich ist, dass den Stuttgarterinnen und Stuttgartern nervenaufreibende Streiks erspart bleiben."