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Ferienlerncamp für Kinder mit Sprach- und Lernschwierigkeiten

16.04.2014 Kinder/Jugend
Spielerisches Lernen steht beim Ferienlerncamp im Stadtteil Hallschlag im Mittelpunkt. Während der ersten Osterferien-Woche können dort Kinder in einem freiwilligen Programm ihre Sprachkompetenz ausbauen.

"Die Idee dabei ist, den Kindern die Lerninhalte mit Spaß zu vermitteln", sagt Projektleiterin Stefanie Ender von der Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft. Das Lerncamp wird von der Stiftung Kinderland gefördert.

Die lokalen Bildungsakteure haben gemeinsam das Ferienlerncamp speziell für Kinder aus dem Stadtteil entwickelt, die die Altenburgschule und die Carl-Benz-Schule sowie die Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe besuchen als auch die Unterstützung der Beratungsstellen des Jugendamts benötigen. Die Kinder kommen aus sozial und finanziell benachteiligten Familien, deren Eltern sich keine Nachhilfe leisten können. Das Projekt ist im Rahmen des Programms Bildungsregion Stuttgart unter Federführung der Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft entstanden. Der Stadtteil Hallschlag ist neben den Stadtbezirken Nord, Untertürkheim und Wangen Modellstandort der Bildungsregion.

Ein wichtiger Partner ist die Interkulturelle Bildungs-Initiative (IBIS), die im Hallschlag eine Waldorf-Kindertagesstätte betreibt und in Bad Cannstatt eine interkulturelle Waldorfschule mit besonderer pädagogischer Prägung gründen möchte. Zwei Waldorf-Pädagogen aus ihren Reihen sind federführend für den Lernteil am Vormittag zuständig. Über Geschichten aus dem Alltag sowie kreative, spielerische und theaterpädagogische Elemente, die in die szenische Darstellung münden, sollen die Kinder zum Sprechen angeregt werden und somit eine Woche intensiv die Deutsche Sprache üben. "Die Malerei eignet sich hervorragend, die Kinder zum Erzählen zu bringen. Das Erzählte kann anschließend im Theaterspiel in Form gebracht werden", sagt der Waldorf-Pädagoge Sebastian Zinck.

Gleichzeitig unterstützen angehende Lehrerinnen, die derzeit an der Pädagogischen Hochschule studieren, sowie ehrenamtliche Betreuungskräfte aus dem Stadtteil das Projekt, indem sie die einzelnen Lernstationen betreuen und die Kinder den Tag über begleiten. "Ich finde, es ist ein tolles Projekt, in dem das einzelne Kind im Vordergrund steht und staatliche Pädagogen mit Waldorfpädagogen zusammenarbeiten", hebt die Waldorf-Pädagogin Helena Hölzgen hervor.

Die Nachmittage gestalten der Abenteuerspielplatz Mauga-Nescht und das Kinder- und Jugendhaus Hallschlag mit einem erlebnispädagogischen Programm. Themen wie Natur und Umwelt, Medien, Kunst und Kultur sowie Sport und Bewegung stehen im Mittelpunkt.

Die Bildungsregion Stuttgart

Das Land Baden-Württemberg fördert seit September 2009 aus Mitteln der Qualitätsoffensive Bildung den landesweiten Aufbau von Bildungsregionen. Die Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft setzt das Programm als Bildungsbüro für Stuttgart um. An den Standorten der Bildungsregion soll modellhaft gezeigt werden, wie lokale Bildungsverbünde gemeinsam Verantwortung übernehmen können, um Kindern aus sozial benachteiligten Familien eine ermutigende Bildungsbiografie zu ermöglichen. Im Hallschlag treffen sich die lokalen Bildungsakteure regelmäßig in der Themengruppe Bildung, die vom Stadtteilmanagement und der Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft gemeinsam moderiert wird. Dort entstand in einer Bildungswerkstatt die Idee zum Ferienlerncamp.

Ansprechpartnerinnen und -partner bei der Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft sind Stefanie Ender, Telefon 216-9 85 31, E-Mail stefanie.ender@stuttgart.de, und Michael Benda, Telefon 216-9 85 30, E-Mail michael.benda@stuttgart.de.