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Erster Staupefall in Stuttgart - Nur Impfung schützt Hunde wirksam

16.04.2014 Umwelt
Die Staupe, eine zwar für den Menschen ungefährliche, aber für Hunde hochansteckende Viruskrankheit ist auf dem Vormarsch. In Baden-Württemberg häufen sich die Fälle von infizierten Wildtieren.

Nun ist die Infektion aktuell auch bei einem Steinmarder aus dem Raum Stuttgart festgestellt worden. Hundehalter sollten ihre Hunde daher unbedingt regelmäßig impfen lassen.

Neben Mardern sind insbesondere Füchse, Dachse, Frettchen und Waschbären für das Virus empfänglich und tragen zur Ausbreitung dieser Krankheit bei. Die Ansteckung erfolgt nicht nur im direkten Kontakt mit infizierten Tieren. Auch die Ausscheidungen infizierter Tiere sind virushaltig. Ungeschützte Hunde können sich an virushaltigem Kot, Urin oder Speichel anstecken. Katzen erkranken nicht an Staupe. Neben infizierten Wildtieren stellen zum Teil auch Hunde, die aus dem Ausland nach Deutschland gebracht werden, eine Gefahr dar. Sowohl der illegale Handel mit unzureichend geimpften Hundewelpen als auch die nicht erlaubte Einfuhr von kranken Hunden führen dazu, dass sich diese Krankheit zunehmend ausbreiten kann.

Ein an der Staupe erkrankter Hund kann sehr unterschiedliche Erkrankungserscheinungen zeigen. Die Infektion kann Störungen des Magen-Darmbereiches mit Durchfall und Erbrechen verursachen sowie Atemwegssymptome wie Husten, Augen- und Nasenausfluss, Hautveränderungen, zum Beispiel in Form von übermäßiger Verhornung der Haut an Nase und Fußballen sowie zentralnervöse Veränderungen wie zum Beispiel Krampfanfälle hervorrufen. Die Krankheit verläuft in einigen Fällen tödlich, ein wirksames Medikament gegen das Virus gibt es nicht. Eine Behandlung richtet sich lediglich auf eine Linderung der Krankheitssymptome und Maßnahmen gegen Folgeerkrankungen.

Umso wichtiger ist daher die vorbeugende, ausreichende und regelmäßige Impfung der Hunde. Nur durch einen wirksamen Impfschutz kann eine Infektion des Hundes und eine schwerwiegende Erkrankung vermieden werden. Die Tierärzte des Amtes für öffentliche Ordnung der Landeshauptstadt Stuttgart raten daher allen Hundebesitzern, ihre Tiere regelmäßig vom Haustierarzt untersuchen und den Impfschutz überprüfen zu lassen.

Tierfreunden, die sich einen Hund anschaffen möchten, sollten darauf achten, dass das Tier gesund und geimpft ist und aus einer seriösen Tierhaltung stammt, wie zum Beispiel aus einem Tierheim oder einer seriösen Hundezucht, die vor Ort auch besichtigt werden kann.