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Abfallwirtschaft reinigt ab Mai weitere Straßen in der Stadt

25.04.2014 Entsorgung
Die Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) reinigt ab Mai auch Teile öffentlicher Gehwege im Leonhards-, Gerber- und Hospitalviertel einschließlich der Theodor-Heuss-Straße. Dies teilte sie am Freitag, 25. April, mit.

Dies teilte sie am Freitag, 25. April, mit. Die AWS setzt damit plangemäß eine von neun Maßnahmen um, die der Gemeinderat im Dezember letzten Jahres beschlossen und der Abfallwirtschaft dafür innerhalb der nächsten fünf Jahre insgesamt 1,78 Millionen Euro bewilligt hatte.

Für die Erweiterung der Reinigungszone I hat die Abfallwirtschaft die entsprechenden Fahrzeuge beschafft, das Personal eingestellt und die Reinigungsbezirke festgelegt. An Werktagen wird vormittags intensiv gereinigt, nachmittags und an Sonntagen erfolgt nochmals eine Grobreinigung. Als Ausgleich zahlen die Grundstücksbesitzer Gebühren in Höhe von 68,95 Euro pro laufenden Meter und Jahr.

In Stuttgart müssen dem Grundsatz nach Anlieger Gehwege und weitere Flächen vor ihrer Haustür reinigen. Einige Straßen der Innenstadt wie auch zwei unterirdische Fußgänger-Passagen sind in die Reinigungszonen RZ I und RZ II zusammengefasst. Dort reinigt die Stadt selbst und erhebt im Gegenzug Gebühren.

Reinigungspatenschaften

Bereits seit Anfang des Jahres leert die Abfallwirtschaft jeden Sonntag zusätzlich zur Innenstadt auch an Brennpunkten in den Bezirken Stuttgart-Nord, Stuttgart-Ost, Stuttgart-Süd und Stuttgart-West und in den Außenstadtbezirken die Papierkörbe - mit spürbar positivem Effekt auf das Stadtbild. Die Stadt will im Laufe des Jahres mit einem Faltblatt für Reinigungspatenschaften werben. Ziel ist es, Bürger zu gewinnen, die sich um ihr Umfeld in der City kümmern und sich der Reinigung dieser Flächen annehmen. Weitere Maßnahmen sollen im Jahr 2015 folgen. Dazu zählen der Einsatz einer schnellen Eingreiftruppe, ähnlich einer Taskforce für unerlaubte Abfallablagerungen, die intensivere Reinigung des Straßenbegleitgrüns, Abfallberatung in Schulen, Kindergärten und Vereinen und die Intensivierung der Reinigungsintervalle an Verschmutzungsschwerpunkten, damit grober Schmutz in den Hauptgeschäftszeiten rasch beseitigt wird.

Für die Abfallwirtschaft ist es nicht zielführend, die vorhandenen Papierkörbe generell zu vergrößern. Zum einen ist die Stadt nicht verpflichtet, öffentliche Papierkörbe für private Abfälle vorzuhalten. Wenn Abfälle aus der Gastronomie stammen, so sind sie auch von der Gastronomie zu entsorgen. Zum anderen entstünde ein Problem bei der Entleerung größerer Papierkörbe, da sie per Hand geleert werden: Ein leerer Korb wiegt schon jetzt bis zu 13 Kilogramm, gefüllt werden es bis zu 20 Kilo. Je größer der Korb, desto belastender die Entleerung für das Personal, argumentiert die AWS.

Runder Tisch mit Gastronomen

Zudem herrscht Einigkeit im Rahmen des "Runden Tisches" zwischen Stadtverwaltung und Gastronomen, dass auch Besitzer oder Betreiber von Diskotheken, Fastfoodläden und Betreiber mit Außengastronomie gefordert sind, in eigener Verantwortung und im eigenen Interesse Verschmutzungen in ihrem Umfeld direkt zu beseitigen.

Erweiterung der Reinigungszone - Kartenansicht (PDF)