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Zweite Mobilitätskonferenz im Rathaus, diesmal mit dem Handwerk

22.05.2014 Aktuelles
OB Kuhn: Handwerksverkehr muss Platz auf Stuttgarts Straßen haben.

Auf Einladung von Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat am Mittwoch, 21. Mai, die zweite Konferenz zum betrieblichen Mobilitätsmanagement stattgefunden. Diesmal war das Stuttgarter Handwerk ins Rathaus eingeladen.

In seiner Begrüßung sagte Kuhn: "Wir brauchen für Wirtschaft, Handel, Handwerk und auch für die Menschen Mobilität, davon lebt Stuttgart." Mit Blick auf alltägliche Staus und die Luftbelastung fügte er hinzu: "Wir müssen Mobilität aber besser organisieren." Die Verbesserung der Verkehrssituation wie der Luftbelastung müsse eine Angelegenheit aller sein, nicht nur der Stadtverwaltung. Kuhn: "Sonst kann das nicht funktionieren."

Der OB sicherte den Vertretern der Handwerksbetriebe zu: "Handwerksverkehr muss Platz auf Stuttgarts Straßen haben."

25 Vertreter

In Stuttgart gibt es über 5.500 Handwerksbetriebe. Die Handwerker sind auf eine gute Erreichbarkeit und einen gut fließenden Verkehr angewiesen, da sie im Wettbewerb stehen und auf die Kosten ihrer Mobilität achten müssen.

Diese zweite Mobilitätskonferenz richtete sich daher speziell an das Handwerk. Etwa 25 Vertreter ganz unterschiedlicher Fachrichtungen und der Vizepräsident der Handwerkskammer der Region Stuttgart, Alexander Kotz, waren zu der Konferenz eingeladen. Auch Vertreter der Fachämter nahmen teil.

Themen waren neben dem Verkehrsmanagement auch das Jobticket, das Parkraummanagement oder die Elektro-Mobilität. Die Konferenzen finden nicht-öffentlich statt, um eine offene Diskussion zu ermöglichen.

Nachhaltig mobil in Stuttgart

Im Oktober 2013 hatte Oberbürgermeister Kuhn erstmals Arbeitgeber zu einer Mobilitätskonferenz ins Rathaus eingeladen.

Bereits im Juli 2013 hatte Kuhn seinen Aktionsplan "Nachhaltig mobil in Stuttgart" vorgestellt. Darin werden in neun Handlungsfeldern Maßnahmen beschrieben, wie Staus, Lärm und Stress im Straßenverkehr und der Schadstoffausstoß verringert werden sollen. In dem Aktionsplan enthalten ist auch die Einführung des Jobtickets in der Landeshauptstadt. www.stuttgart.de/nachhaltig-mobil

Das Jobticket Stuttgart ist bei den Beschäftigten der Landeshauptstadt und des Klinikums auf großen Zuspruch gestoßen. Insgesamt nutzen inzwischen rund 8.000 Beschäftigte das Angebot. Seit seiner Einführung zum 1. April 2014 haben über 2.500 Beschäftigte (Stadt und Klinikum zusammen) oder rund 13 Prozent der 19.300 Beschäftigten das Jobticket neu bestellt.

Zum April waren es 1313 bei der LHS und 414 beim Klinikum, zum Mai 437 bei der LHS und 363 beim Klinikum. Die insgesamt rund 5.400 Alt-Verträge mit Firmentickets hatten die SSB bereits zum 1. April auf das neue Jobticket umgestellt. Außerdem haben bereits über 120 Firmen ihr Interesse bekundet, am neuen Jobticket teilnehmen zu wollen, auch aus der Kreishandwerkerschaft.

Daraus erwachsen sind bereits rund 330 Jobtickets nach dem Muster der Stadt. Zum 1. Juni kommt auch die City-Initiative als Sammelbesteller für ihre Firmen dazu.

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