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"Gemeinsam gegen rechte Gewalt" - Hardy Krüger macht Front gegen Neonazis

26.05.2014 Aktuelles
Der international erfolgreiche Schauspieler Hardy Krüger hat am Montag, 26. Mai, im Stuttgarter Rathaus Flagge gegen rechte Gewalt und menschenverachtende Einstellungen gezeigt.

Gemeinsam mit Dr. Martin Schairer, Bürgermeister für Recht, Sicherheit und Ordnung, stellte er seine Initiative "Gemeinsam gegen rechte Gewalt" vor. Krüger wies dabei auf die aktuellen neonazistischen Gefahren hin und warb für die Unterstützung von Projekten gegen Rechts.

Als Zeitzeuge berichtete Hardy Krüger von seinen Erlebnissen während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und weist auf die aktuelle Bedrohung durch Rechtsextreme hin. Krüger sollte zur Elite des NS-Regimes erzogen werden, brach aber noch vor Kriegsende mit dessen Ideologie. "Wenn ich sehe, dass Neonazis heute vielerorts ungestört aufmarschieren und ihre Parolen verbreiten können, macht mich das wütend. Die demokratische Mehrheit muss aktiv werden und klar machen, dass sie das nicht duldet."

Mit einem Appell an die Bundesregierung und mögliche Sponsoren wirbt Krüger für Unterstützung der bestehenden Anti-Rechts-Initiativen. Diese müssten gestärkt und dauerhaft gefördert werden. "Wir dürfen nicht zulassen, dass rechtes Gedankengut salonfähig wird", betonte Krüger.

Teil der Rathaus-Tour durch Deutschland

Bürgermeister Schairer hatte Hardy Krüger ins Rathaus eingeladen, um das Projekt zu unterstützen und in der Öffentlichkeit bekannt zu machen: "Auch wenn Stuttgart kein Schwerpunkt der rechten Szene ist, muss eine Bürgerschaft immer wach bleiben und schon die kleinsten Zeichen ernst nehmen und ihnen entgegen wirken. Rechtsextreme Ideologien dürfen in einer demokratischen Gesellschaft keinen Platz haben."

Das Pressegespräch im Stuttgarter Rathaus ist Teil einer Rathaus-Tour durch Deutschland. Partner der Veranstaltungen ist die Amadeu Antonio Stiftung, deren Ziel die Stärkung einer demokratischen Zivilgesellschaft gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus ist. Das Projekt "Gemeinsam gegen rechte Gewalt" wurde im Frühjahr 2013 von Hardy Krüger, Dieter Hallervorden, Hark Bohm und Klaus Bednarz ins Leben gerufen. Die Daimler AG unterstützt die Initiative.