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OB Kuhn: "Wir verdreifachen die Förderung von günstigem Wohnraum"

11.06.2014 Aktuelles
OB Kuhn hält an seinem Programm zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in Stuttgart fest. "Der Mangel an günstigen Wohnungen hat sich in den letzten Jahren verschärft. Daher verdreifachen wir unsere Anstrengungen, wenn es um den geförderten Wohnungsbau geht."

Er betonte, die in der jetzt vorgelegten Liste für die Jahren 2014 bis 2018 zu erreichenden 1.035 Sozialwohnungen seien realistisch, der Zielwert von 1.400 Sozialwohnungen wird aber nicht aus den Augen verloren. "Nach den Versäumnissen der letzten Jahrzehnte packen wir das Thema endlich entschieden an", so Kuhn. In den vergangenen fünf Jahren wurde der Bau von 349 Wohnungen gefördert, davon 275 Sozialmietwohnungen und 74 Mietwohnungen für mittlere Einkommensbezieher. "Hier haben wir uns für die Zukunft also sehr viel vorgenommen", argumentierte Kuhn. Die Stuttgarter Nachrichten berichteten in ihrer Ausgabe vom 11. Juni, der OB würde "Zielen hinterherhinken".

Knapp 20 Millionen Euro Fördergelder und Zuschüsse

Fakt ist: In den letzten zwei Jahrzehnten ist der Bestand an gefördertem Wohnraum um fast ein Fünftel geschrumpft. Dieser Trend setzt sich fort, da Wohnungen aus der Belegungsbindung fallen. Kuhn sagte: "Dieser Entwicklung wollen wir entgegenwirken, damit Menschen in allen Lebenslagen Wohnungen in Stuttgart finden können."

Die Stadt investiert 2014/2015 19,5 Millionen Euro an Zuschüssen und Grundstückssubventionen. Davon entfallen 11 Millionen Euro auf die Förderung für 500 Wohnungen im sozialen Mietwohnungsbau und jährlich 100 Mietwohnungen für Bezieher mittlerer Einkommen. Die restlichen 8,5 Millionen Euro fließen in das Programm Preiswertes Wohneigentum für junge Familien mit 100 Wohneinheiten im Jahr sowie in das Familienbauprogramm mit 200 Wohneinheiten. Neben der Erhöhung der Zahl der neu gebauten geförderten Wohnungen ist der Erhalt von preisgünstigem Wohnraum mit städtischen Belegungsrechten von Bedeutung. Dafür ist eine Nachsubventionierung zum Erhalt der Mietpreisbindung notwendig, für die  2,7 Mio. € im Haushalt 2014/2015 bereitstehen.