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Ideen für das Gebiet Hummelgraben im Norden Stuttgarts gesucht

17.06.2014 Aktuelles
Die Stadt Stuttgart möchte gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern einen Rahmenplan für das etwa 250 Hektar umfassende Gebiet Hummelgraben im Stuttgarter Norden entwickeln.

Hierzu sind alle, die sich für die weitere Entwicklung zwischen den Siedlungsräumen von Zuffenhausen, Zazenhausen und Stammheim interessieren, herzlich eingeladen.

Im Rahmen des Beteiligungsprozesses sind drei Veranstaltungen vorgesehen. Den Auftakt bildet eine Planungswerkstatt am Samstag, 28. Juni, von 9.30 bis 17 Uhr im Bürgerhaus Zuffenhausen-Rot, Auricher Straße 34. Hier werden die derzeitige Situation eingehend beleuchtet und der aktuelle Planungsstand des Landschaftsentwicklungskonzeptes für den "Hummelgraben" vorgestellt.

Ergebnisse fließen in Arbeit des Planungsbüros ein

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können auf dieser Grundlage eigene Ideen entwickeln und mit Unterstützung von Verwaltung und Experten eine Empfehlung für die Weiterarbeit des Planungsbüros erarbeiten. Im Rahmen der Planungswerkstatt wird das Gebiet auch begangen. Die Ergebnisse der Planungswerkstatt werden in die weitere Arbeit des Landschaftsplaners einfließen. Am Donnerstag, 17. Juli, werden in einer Abendveranstaltung die überarbeiteten Planskizzen vorgestellt und diskutiert. Das Ergebnis fließt wieder in die Vorentwurfsplanung ein, die im November öffentlich präsentiert wird.

Zur Anmeldung für die Veranstaltung liegt ein Faltblatt mit Anmeldebogen in den Geschäften, Bezirksrathäusern und anderen öffentlichen Einrichtungen in Stammheim und Zuffenhausen aus. Anmeldeschluss ist Dienstag, 24. Juni. Für Fragen und Hinweise steht das Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung, Grünordnungsplanung, Juliane Rausch, unter E-Mail juliane.rausch@stuttgart.de oder Telefon 216-20060 zur Verfügung.

Für Fragen zur Bürgerbeteiligung und zur Anmeldung kann man sich an das mit der Moderation des Prozesses beauftragte Büro GRiPS, Ute Kinn, wenden unter E-Mail ute.kinn@grips-ettlingen.de oder Telefon 07243/719 455.

Erholung, Naturschutz, Nutzbarkeit

Hintergrund der Planung ist das im Jahr 1980 vom Büro Valentien und Valentien aufgestellte Konzept zur Minderung von Belastungen, die durch den Bau der Bundesstraßen B10 und B27 auf bestehende Wohngebiete und zusätzliche geplante Großwohnsiedlungen zwischen Stammheim und Zazenhausen zu erwarten waren. Großflächige Bodenmodellierungen und die anschließende Aufforstung großer Bereiche als Sicht- und Lärmschutz hätten eine vollständige Überprägung der Landschaft zur Folge gehabt.

Dieses Konzept wurde im letzten Jahr überarbeitet. Es sieht zur Vermeidung eines erheblichen Eingriffs in landwirtschaftlich bedeutsame Böden sowie in das Schutzgut Tiere und Pflanzen vor allem punktuelle und lineare Maßnahmen zur Aufwertung der Landschaft vor. Die Landschaft soll hinsichtlich der Kriterien Erholung, Erlebbarkeit und Nutzbarkeit sowie Naturschutz und Landschaftspflege aufgewertet werden. Wichtigste Entwurfsidee ist die Wiedervernetzung eines heute nur noch fragmentarisch erlebbaren Landschaftsraumes entlang des alten Grabensystems "Hummelgraben".