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Stuttgarter Jobticket ein Renner: 3.200 Neukunden bei der Landeshauptstadt

18.06.2014 Verkehr/Mobilität
Das Jobticket Stuttgart ist bei den Beschäftigten der Landeshauptstadt und des Klinikums ein voller Erfolg. Bis Mitte Juni haben 3.200 Beschäftigte zusätzlich ein Jobticket für den öffentlichen Nahverkehr bestellt.

Das Ticket wurde zum 1. April 2014 eingeführt - und seine Attraktivität hat sich weiter herumgesprochen: Seitdem hat sich die Zahl der Neubestellung fast verdoppelt. Insgesamt nutzen das Ticket jetzt über 8.600 Beschäftige.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn: "Dies übertrifft unsere Erwartungen bei weitem - es zeigt, dass die Initiative nachdrücklich wirkt und immer mehr Menschen auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen. Ich danke allen verantwortlichen Mitarbeitern bei der Stadtverwaltung und SSB für die Konzeption und die reibungslose Umsetzung des Jobtickets."

Einfaches Modell

Das Modell ist denkbar einfach: Die Verwaltung bietet die Monatskarte für die Zonen 10 und 20 (also das Stadtgebiet Stuttgart) zum Eigenanteil von 30 Euro an. Für die Bezieher, die mehr als zwei Zonen in Anspruch nehmen, gibt es gesonderte Regelungen, die den Zuschuss beinhalten. Der städtische Zuschuss liegt bei durchschnittlich 27 Euro pro Monat und Ticketnutzer.

Kuhn sagte: "Dass sich so viele für den ÖPNV interessieren, trägt auch dazu bei, den motorisierten Verkehr in der Innenstadt und somit auch die Schadstoffbelastung zu reduzieren." Außerdem werde die Verwaltung zum Vorreiter: Mehr als 100 Unternehmen überlegen oder sind schon dabei, ein vergleichbares Jobticket für ihre Beschäftigten einzuführen. "Ich ermuntere alle Unternehmen, Institutionen und Behörden in Stuttgart und der Region, dem Beispiel zu folgen. Gemeinsam kann es uns gelingen, Staus, Stress und Lärm auf den Straßen zu verringern und die Luftqualität zu verbessern", so Kuhn.

Erste Firmen starteten mit dem Zuschuss-Modell zum 1. April 2014. Als prominente Sammelbesteller für ihre Mitgliedsfirmen konnten unter anderem die Kreishandwerkerschaft (ab 1. Mai) und die City-Initiative Stuttgart (ab 1. Juni) gewonnen werden.

Teil des Aktionsplans "Nachhaltig mobil in Stuttgart"

Im Juli 2013 hat Kuhn den Aktionsplan "Nachhaltig mobil in Stuttgart" vorgestellt. Dieser beschreibt in neun Handlungsfeldern Maßnahmen wie Staus, Lärm und Stress im Straßenverkehr sowie der Schadstoffausstoß verringert werden sollen. Die Einführung des Jobtickets ist Teil des Plans.

Weitere Infos zum Aktionsplan sind zu finden unter: www.stuttgart.de/nachhaltig-mobil