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Ulrike Edschmid und Joachim Kalka erhalten den Johann Friedrich von Cotta-Literatur- und Übersetzungspreis

Die Stadt Stuttgart zeichnet am Mittwoch, 9. Juli, die Schriftstellerin Ulrike Edschmid und den Übersetzer Joachim Kalka bei einem Festakt mit dem Johann Friedrich von Cotta-Literatur- und Übersetzungspreis aus.

Die 1940 geborene Schriftstellerin Ulrike Edschmid wird dabei für ihr Werk "Das Verschwinden des Philipp S." ausgezeichnet. Die Biografie handelt von einem Mann aus der RAF-Szene. Die Geschichte sei "mit Sinn für Dramatik, wie auch für das lebendige Detail" recherchiert, befand die Jury.

Ulrike Edschmid veröffentlichte bereits zahlreiche weitere Bücher, darunter "Frau mit Waffe" (1996) sowie "Nach dem Gewitter" (2003) und "Die Liebhaber meiner Mutter" (2006).

Feinsinn und Gehör für poetische Sprache

Joachim Kalka erhält den Preis für sein übersetzerisches Werk. Innerhalb der vergangenen 30 Jahre übertrug er zahlreiche Werke aus dem Englischen, Amerikanischen und Französischen in die deutsche Sprache. Dabei zeichnete er sich insbesondere durch seinen Feinsinn und sein "untrügliches Gehör für den Duktus poetischer Sprache" aus. In der Stuttgarter Literaturszene ist er auch als Moderator und Essayist bekannt. Kalka gehörte selbst jahrelang der Jury zur Verleihung des Cotta-Preises an.

Verleihung alle drei Jahre

Die beiden Preisträger wurden bereits Ende März durch den Gemeinderat beschlossen. Zur Jury gehören die Vorsitzende Dr. Susanne Eisenmann, Bürgermeisterin für Kultur, Bildung und Sport, die Autorin Ulrike Draesner, die Literaturkritikerin Nicole Golombek, die Literaturwissenschaftlerin Dr. Claudia Schmölders sowie der Übersetzer Michael Walter.

Der Preis wird alle drei Jahre verliehen und ist mit insgesamt 20 000 Euro dotiert.

Weitere Informationen stehen im Internet unter www.stuttgart.de/cotta-literaturpreis