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Straßenbauprojekt Rosensteintunnel - Auswirkungen und Kommunikation

07.07.2014 Aktuelles
Nachdem im November 2013 die ersten vorbereitenden Bauarbeiten für das Straßenbauprojekt Rosensteintunnel begonnen haben, werden die Anfänge des Projekts jetzt auch im Stadtbild sichtbar.

Zentrales Bauwerk des Projekts ist der B10-Tunnel mit einer Gesamtlänge von 1300 Metern. Er wird den Rosensteinpark und Teile der Wilhelma unterqueren und schließt zusammen mit der B10/B14-Verbindung am Mineralbad Leuze die Lücke zwischen Zuffenhausen und Stuttgart-Ost im Gesamtausbau der Bundesstraße 10.

"Bei diesem Großprojekt ist es mir ganz wichtig, die Öffentlichkeit rechtzeitig und umfassend über die Baufortschritte zu informieren. Wir werden den Bürgerinnen und Bürgern auch ermöglichen, sich individuell bei städtischen Ansprechpartnern, beim Bürgertelefon oder bei den regelmäßigen Bürgersprechstunden zu informieren. Denn Beeinträchtigungen für Anwohner, Fußgänger und Verkehrsteilnehmer lassen sich leider nicht gänzlich vermeiden. Am Ende wird aber eine deutliche Verbesserung für Einwohner und Verkehr stehen", sagte Technikbürgermeister Dirk Thürnau.

Rückbau der Pragstraße auf zwei Fahrspuren

Im Zusammenspiel mit den verkehrslenkenden Maßnahmen kann damit der unerwünschte Ausweichverkehr in den Wohngebieten der umgebenden Stadtbezirke reduziert werden. Ziel aller Begleitmaßnahmen ist, die Verkehrsbelastung in den Wohngebieten zu verkleinern und die Verkehrsführung für Fußgänger und Radfahrer zu verbessern. Mit der Inbetriebnahme des Rosensteintunnels wird die Pragstraße von vier auf zwei Fahrspuren zurückgebaut. Durch die daraus resultierende Verkehrsentlastung profitieren die Anwohner in Neckartal- und Pragstraße.

Der Umbau der Kreuzung an der Rosensteinbrücke auf eine der örtlichen Situation angemessene Dimension trägt auch der Nähe zum Neckar und zum Wilhelma-Theater Rechnung. Dadurch verbessern sich auch die Bedingungen für den bevorrechtigen Bus- und Stadtbahnverkehr. Große städtebauliche Vorteile werden durch den Rückbau der Verkehrsflächen in Prag- und Neckartalstraße erwartet, wodurch insbesondere die Wilhelma aufatmen kann. Durch zusätzliche Grünflächen rund um
das Gelände des Zoologisch-Botanischen Gartens kommt es darüber hinaus auch zu einer Verbesserung der Fuß- und Radwegebeziehungen.

Optimale Anbindung an Rosensteinpark

Sämtliche Wegebeziehungen entlang der Prag- und Neckartalstraße, in den Rosensteinpark, die Verbindung nach Bad-Cannstatt und zu den Einrichtungen im Umfeld (Wilhelma, Naturkundemuseum, Mineralbäder, Neckar Käpt'n) werden über die gesamte Bauzeit aufrechterhalten, provisorische Wege ausgeschildert.

Weil der Holzsteg über den Neckar im Zuge des Baus der Bahnbrücke Stuttgart 21 wegfällt, werden Stadt und Bahn gemeinsam für sichere und gut ausgeschilderte Alternativwege über die Rosensteinbrücke beziehungsweise König-Karls-Brücke sorgen. Mit Fertigstellung der neuen Bahnbrücke und dem in diesem Zusammenhang neu entstehenden Steg für Fußgänger und Radfahrer unter der Bahnbrücke und dem in direktem Anschluss entstehenden neuen Steg über die Neckartalstraße, wird es zukünftig eine optimale Anbindung des Stadtbezirks Bad-Cannstatt in den Rosensteinpark geben.

Inbetriebnahme für Anfang 2020 geplant

Für den öffentlichen Straßenverkehr gilt, dass während der Hauptverkehrszeiten - außerhalb der Ferien - alle Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Die Verkehrssteuerung und -meldungen erfolgen über die Integrierte Verkehrsleitzentrale (IVLZ). Zur weiteren Information der Verkehrsteilnehmer stehen seit Anfang Juli vier zusätzliche dynamische Anzeigetafeln im Umfeld des Straßenbauprojekts zur Verfügung. Sind doch Beeinträchtigungen des Verkehrs notwendig, werden die Veranstaltungen im Neckarpark zeitlich berücksichtigt.

Die Inbetriebnahme des Straßenbauprojekts Rosensteintunnel ist für Anfang 2020 geplant. Im Anschluss daran erfolgen die Rückbauarbeiten in der Pragstraße und in der Neckartalstraße entlang der Wilhelma. Die direkte Wegebeziehung zwischen dem Leuze und dem Schloss Rosenstein wird bis Ende 2016 wieder hergestellt, der neue Steg über die Neckartalstraße wird 2019 fertig. Der derzeitige Kostenstand  beträgt 231 Millionen Euro. 

Experten bei Abwicklung von Infrastrukturprojekten

Die Federführung bei der Projektabwicklung hat das Tiefbauamt unter der Leitung von Wolfgang Schanz. Dort wird die Baumaßnahme in der Abteilung Stadtbahn, Brücken und Tunnelbau unter der Leitung von Claus-Dieter Hauck betreut. Die Abteilung hat jahrzehntelange Erfahrung bei der Planung und dem Bau großer Verkehrs-infrastrukturprojekte der Stadt und der SSB.

Der Projektleiter ist Christian Buch, der ebenfalls über umfassende Erfahrungen bei der Umsetzung von Großprojekten verfügt. Der Bauoberleiter vor Ort ist Dieter Kühnle, der bereits das Stadtbahnprojekt U15 in Zuffenhausen erfolgreich realisiert hat.

Umfassende Kommunikation und Bürgerkontakt

Im Kommunikationskonzept für die Bürgerinnen und Bürger gibt es zum Straßenbauprojekt verschiedene Bausteine: Allgemeine Informationen stehen unter http://www.stuttgart.de/rosensteintunnel - ab September entsteht dann eine eigene spezielle Internetseite.

Für den persönlichen Kontakt wurde eine Projekt-Emailadresse: Strassenbauprojekt.rosensteintunnel@stuttgart.de, sowie ein Bürgertelefon während der Bautätigkeiten: 0711 / 216 - 80888 eingerichtet. Zusätzlich ist ab August alle zwei Wochen eine Bürgersprechstunde im Baubüro Neckartalstraße verfügbar - jeweils am ersten und dritten Mittwoch eines Monats um 16 Uhr. Für Journalisten wird es ein regelmäßiges Jour-Fix-Treffen geben. Für alle Interessierten ist ganz neu auch eine Broschüre "Straßenbauprojekt Rosensteintunnel" erschienen, die an der Information im Rathaus und unter www.stuttgart.de/rosensteintunnel erhältlich ist.