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Flagge zeigen für eine atomwaffenfreie Welt

08.07.2014 Aktuelles
Zum Flaggentag am Dienstag, 8. Juli, zeigt die Landeshauptstadt Stuttgart Flagge für eine friedliche Welt. Der von der Organisation "Mayors for Peace - Bürgermeister für den Frieden" ins Leben gerufene, deutschlandweite Flaggentag setzt sich für eine atomwaffenfreie Welt ein.

Unterstützt wird er darüber hinaus durch die Organisation "atomwaffenfrei.jetzt". Werner Wölfle, Verwaltungsbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart, unterstützt die Aktion seit ihrer Einführung im Jahr 2012.

Ziele des Flaggentags sind einerseits der Abzug der in Deutschland lagernden Atomwaffen und andererseits eine Verhinderung der Modernisierung. Die Wertigkeit dieses Wunsches zeigt sich durch die Teilnehmerzahl. Im vergangenen Jahr hatten sich mehr als 100 deutsche Kommunen an der Aktion beteiligt. Sie machen damit deutlich, dass eine Veränderung nur durch eine interkommunale Zusammenarbeit entstehen kann.

Beschlüsse zur Abrüstung immer noch Ausnahme

Welche Auswirkungen Atomwaffen haben können, ist vor allem durch Atombombenabwürfe auf die Städte Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 im Gedächtnis geblieben. Auch die Reaktorkatastrophe in Fukushima im Jahr 2011, die aufgrund eines Erdbebens mit anschließendem Tsunami ausgelöst wurde und zu einem der schwersten Unfälle atomarer Art geführt hatte, zeigt die Folgen für die Weltbevölkerung. Forderungen nach konkreten Handlungen gegen Atomwaffen und für eine friedlichere Welt wurden spätestens nach diesem Ereignis lauter.

Auch wenn am 8. Juli 1996 durch das Rechtsgutachten im Auftrag der Generalversammlung der Vereinten Nationen festgehalten wurde, dass bereits die Androhung eines Einsatzes von Atomwaffen nicht nur gegen internationales Recht, sondern darüber hinaus auch gegen humanitäres Völkerrecht verstößt, stellen politische Beschlüsse zur Abrüstung die Ausnahme dar.

Teil der "2020 Vision"

Der Flaggentag ist Teil der "2020 Vision", deren Ziel eine verbindliche Vereinbarung für die Abschaffung von Atomwaffen und einer Konvention über Nuklearwaffen bis zum Jahr 2020 ist. Auf internationaler Ebene hatte im Jahr 2014 hierfür bereits die Regierung von Mexiko eingeladen. Ende des Jahres wird eine weitere Konferenz in Österreich stattfinden.