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Gutachten zur Sanierung des Opernhauses liegt vor OB Kuhn: "Vorschläge müssen jetzt gründlich geprüft werden"

14.07.2014 Kultur
Oberbürgermeister Fritz Kuhn und die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Theresia Bauer, haben am Montag, 14. Juli, die weiteren Schritte erläutert, die sich aus dem vom Büro Kunkel Consulting vorgelegten Gutachten zur Sanierung des Opernhauses ergeben.

Die Untersuchung, wie das rund 100 Jahre alte Haus fit für die Zukunft gemacht werden kann, war zuvor dem Verwaltungsrat der Staatstheater Stuttgart vorgestellt worden.

Neben einer umfassenden Erneuerung der Bühnentechnik schlagen die Gutachter eine räumliche Erweiterung um 11 000 Quadratmeter vor, mit der unter anderem größere Proberäume, Gastronomie und Flächen für bislang ausgelagerte Abteilungen wie Lager und Werkstätten ermöglicht würden.

Diese große Lösung würde laut Berechnung der Gutachter rund 300 Millionen Euro kosten. Mit den bisher veranschlagten 18 Millionen Euro könnte ausschließlich die Bühnentechnik ertüchtigt werden.

OB Kuhn bezeichnete das Gutachten als einen wichtigen Erkenntnisgewinn. Der Gutachter habe sich die Frage gestellt, wie ein modernes Opernhaus aussehen soll.

Nun müsse gründlich bewertetet werden, was davon umgesetzt werden soll und kann. Der Verwaltungsrat habe deshalb einstimmig beschlossen, dass das Gutachten zunächst von der Staatlichen Vermögens- und Hochbauverwaltung und der Stadt Stuttgart unter Einbeziehung der Württembergischen Staatstheater geprüft werde.

Kuhn: "Wir haben jetzt ein Verfahren eröffnet, mit dem wir ermitteln wollen, was wir wirklich brauchen, erst dann folgt die Kostenfrage. Es geht außerdem um baurechtliche Fragen, Denkmalschutz und Umgebungsschutz. Zunächst wird alles gesichtet, dann werden die Prämissen bewertet."

Der OB kündigte an, dass der Fahrplan, wie die Fragen abgearbeitet werden, zur nächsten Verwaltungsratssitzung im November präsentiert werden soll.

Ministerin Theresia Bauer sagte: "Es hat sich bestätigt, dass es richtig war, ein Gutachten in Auftrag zu geben. Wir haben jetzt eine umfangreiche Bestandsaufnahme." Allen Beteiligten im Verwaltungsrat sei die Tradition des Hauses und seine Bedeutung weit über Deutschland hinaus bewusst.

Bauer unterstrich: "Wir wollen eine umfassende Lösung anpacken. Der Handlungsbedarf, über den im Verwaltungsrat Konsens erzielt wurde, muss nun vermittelt werden. Es ist völlig klar, dass wir eine breite Mehrheit im Gemeinderat und im Landtag dafür brauchen."