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Hans-Scharoun-Platz in Zuffenhausen-Rot wird eingeweiht

18.07.2014 Stadtbezirke
Die neue Mitte von Zuffenhausen-Rot, der Hans-Scharoun-Platz, wird am Samstag, 19. Juli, mit einem bunten Programm eingeweiht.

Die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) und der Bürgerverein Rot hatten alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, den neuen Platz mit seinen Angeboten und Möglichkeiten kennenzulernen.

Nach zwei Jahren Bauzeit ist die neue Mitte von Zuffenhausen-Rot vollendet. Der Stadtteil gewinnt neue Bewohner - die 44 Wohnungen sind allesamt vermietet - und ein vielfältiges zentrales Nahversorgungsangebot. Ein großes Lebensmittelgeschäft, Bäckerei, Bekleidungs- und Geschenkartikelladen und auch der Frisör sind bereits geöffnet. Ergänzt wird das Angebot in Zukunft mittwochs von 10 bis 17 Uhr durch einen Wochenmarkt.

Attraktive Wohn- und Gewerbeflächen

Das Projekt "Zentraler Platz" wurde in der offenen Bürgerbeteiligung der Sozialen Stadt Rot entwickelt und von der SWSG mit den Stuttgarter Architekten Kaiser+Kaiser gebaut. Die Platzfläche wurde nach dem Entwurf der Stuttgarter Landschaftsarchitekten Wiedemann+Schweizer gestaltet.

Attraktive Wohnungen und Gewerbeflächen, eine Tiefgarage und einen öffentlicher Platz mit hoher Aufenthaltsqualität hatten sich die Bürger gewünscht. Der klare Entwurf des Stuttgarter Architektenpaares Kaiser+Kaiser ging 2007 aus dem städtebaulichen Wettbewerb als Sieger hervor. Neben dem markanten Bürgerhaus, das in der Sichtachse zum Platz steht, ist der Hans-Scharoun-Platz das Schlüsselprojekt der Stadtteilerneuerung. Der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Matthias Hahn, lobt die hohe Qualität der Architektur und dankte der städtischen Wohnungsbaugesellschaft SWSG für ihr Engagement an dieser für Rot so wichtigen Stelle.

Erlebbbare Ortsmitte mit Piazza-Charme

Helmuth Caesar, Technischer Geschäftsführer der SWSG, weist auf die städtebauliche Bedeutung des Projekts hin: "Damit haben wir eine erlebbare Ortsmitte geschaffen, die Rot vorher nicht hatte." Die Arkaden lassen den Platz wie eine Piazza wirken. Das werden die Anwohner besonders gut an den Markttagen erleben können. So werde die Roter Identität gestärkt. Die Baumgruppe, die den Ort des zunächst geplanten Kubus markiert, bezeichnet Caesar als ein Provisorium, "aber ein charmantes".

Als Gegenstück zu den zwei Flügeln der Wohn- und Geschäftshäuser sollte ein Kubus mit einer gewerblichen oder gastronomischen Nutzung errichtet werden. Da sich kein Mieter gefunden hatte, hat die SWSG vorerst vom Bau des würfelförmigen Gebäudes abgesehen. "Das muss aber nicht immer so bleiben", sagt Helmuth Caesar: "Wenn die Entwicklung des Hans-Scharoun-Platzes weiter so positiv verläuft, dann findet sich in der weiteren Zukunft vielleicht eine Lösung für den städtebaulichen Schlussstein."

Projekt "Soziale Stadt"

Aus Mitteln der "Sozialen Stadt" wurden die Freimachung des Baufeldes und die Herstellung des eigentlichen Platzes mit rund einer Million Euro gefördert. Hierbei tragen der Bund und das Land Baden-Württemberg 60 Prozent der Kosten. Die SWSG hat zwölf Millionen Euro in die Gebäude investiert. Die "Soziale Stadt" wird beim Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung koordiniert. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Tiefbauamt und dem Garten-, Friedhofs- und Forstamt realisiert.

Der Name für die neue Mitte von Rot wurde in den Arbeitskreisen der "Sozialen Stadt" diskutiert und basisdemokratisch entschieden: Hans-Scharoun-Platz. Geehrt wird damit der berühmte Architekt der Moderne, dessen markante Hochhäuser "Romeo" und "Julia" nur einen Steinwurf entfernt die Geschichte von Rot symbolisieren.