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"Kinderfreundliches Stuttgart 2015-2020" - Kinder als Experten für ein kinderfreundliches Stuttgart

30.07.2014 Kinder/Jugend
Was wünschen sich Kinder in Stuttgart für ihre Stadt? Was halten sie als Experten für wirklich kinderfreundlich? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Projekts "Kinderfreundliches Stuttgart", das am Dienstag, 29. Juli, im Jugendhaus "Cann" in Bad Cannstatt gestartet ist.

Das Besondere: Über Monate hinweg bringen die Kinder ihre Ideen und Vorschläge für Stuttgart ein.

Die städtische Kinderbeauftragte Maria Haller-Kindler leitet den gesamten Prozess; die Bürgerstiftung Stuttgart unterstützt ihn mit ihrer Fachkompetenz im Bereich bürgerschaftliches Engagement und Beteiligung. Haller-Kindler skizziert die Idee des Projekts: "Kinder können selbst am besten beurteilen, was eine kinderfreundliche Stadt ist. Wir Erwachsenen sind gefordert, uns für die Umsetzung ihrer Vorschläge und die Gestaltung der Stadt in ihrem Sinne einzusetzen. Wir müssen Kinder dort vertreten, wo Entscheidungen fallen oder wo ihre Rechte und Bedürfnisse missachtet werden."

Fünf Stationen

Das Projekt "Kinderfreundliches Stuttgart 2015-2020" setzt sich aus fünf Stationen zusammen:

Mit der Auftaktveranstaltungbegann esam Dienstag, 29. Juli. Hier trafen sich rund 70 Vertreterinnen und Vertreter von Kinder- und Jugendorganisationen, der Stuttgarter Gemeinderatsfraktionen, der Verwaltung sowie Elternvertreter. Sie diskutierten über ein kinderfreundliches Stuttgart und legten die wichtigsten Themenfelder fest. Dazu gehören unter anderem Chancengleichheit und Bildung, Armut und Teilhabe, Mitbestimmung, das Leben in Schulen und Kitas sowie Öffentliche Räume, Spielflächen und Stadtgestaltung.

Kinder-Zukunftswerkstatt im November

Inklusion zieht sich dabei als Querschnittsaufgabe durch alle Bereiche durch. Zu diesen und weiteren Themen folgt in den nächsten Monaten erstmals eine Befragung in Kitas, Schulen, über Zeitungen und zum Beispiel in der Kinderspielstadt Stutengarten. Die Fragen sind speziell für Kinder aufbereitet worden.

Bei der großen Kinder-Zukunftswerkstatt am 21. November werden 200 bis 300 kleine Stuttgarterinnen und Stuttgarter ihre Wünsche und Erwartungen für ihre Stadt präsentieren. Ihre Ergebnisse nimmt Oberbürgermeister Fritz Kuhn persönlich entgegen. Haller-Kindler betont die Bedeutung von Kindern für eine moderne Stadtgesellschaft: "Eine kinderfreundliche Stadt ist eine lebenswerte Stadt für alle. Die Beteiligung der Kinder ist sachgerecht, sie ist aber auch konkretes Lernfeld politischer Willensbildung und Mitgestaltung."

Konzept soll vom Gemeinderat beschlossen werden

Auf dieser Basis wird ein Handlungskonzept mit konkreten Umsetzungsvorschlägen erarbeitet. Das Konzept soll offiziell vom Gemeinderat beschlossen werden und bildet die Grundlage für die Weiterarbeit an der kinderfreundlichen Stadt Stuttgart in den nächsten Jahren. Es ist dabei notwendig, dass politische Entscheidungsträger, Verwaltung und gesellschaftliche Akteure zusammenwirken und sich gemeinsam engagieren.

Kinderbüro und Kinderbeauftragte

Die Stuttgarter Kinder haben mit dem Stuttgarter Gemeinderat und Oberbürgermeister Fritz Kuhn zwei Partner an ihrer Seite, die sich für eine kinderfreundliche Landeshauptstadt stark machen. Als Anlauf- und Koordinationsstelle für die Anliegen von Kindern und Familien und deren Beteiligung an Entwicklungen und Entscheidungen gibt es im Stuttgarter Rathaus ein Kinderbüro und die Kinderbeauftragte Maria Haller-Kindler. Sie ist per Telefon und E-Mail erreichbar unter 0711 216-60765 und Maria.Haller-Kindler@stuttgart.de.