Presse
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Kunstprojekte um die Schlossgarten-Bäume starten

08.08.2014 Aktuelles
Gemeinsame Pressemitteilung von Landeshauptstadt Stuttgart, Land Baden-Württemberg und Deutscher Bahn

Die Bäume aus dem Stuttgarter Schlossgarten, die für den Bau von Stuttgart 21 weichen mussten und nicht verpflanzt werden konnten, werden zu Kunstwerken verarbeitet, in Kindergärten, Schulen und für pädagogisch-didaktische Projekte genutzt.

Grundlage für diese Entscheidung war das Ergebnis des Stuttgarter BürgerForums zu Stuttgart 21.

Projektleiter und Moderator Prof. Ortwin Renn: "Es hat sich zwar lange hingezogen, aber Ende gut alles gut. Ich bin froh, dass die Versprechungen jetzt eingelöst werden."

Bildhauer, Künstler und Kinder

Den Anfang macht im September der Kunstverein GEISTUNDGELD mit einem mehrtägigen Bildhauersymposium am Killesberg. Auf den Parkplätzen der Tennis-Anlage am Weißenhof werden mehrere Künstler an den Baumstämmen arbeiten.

Interessierte Besucher können die Arbeiten direkt vor Ort verfolgen und besichtigen.

Die Freie Kunstschule Stuttgart wird mehrere Stämme für den Travertinpark gestalten, hörgeschädigte Kinder nehmen an einem Workshop mit Künstlern teil.

Für weitere Projekte sind interessierte Institutionen und Einzelpersonen für die Umsetzung vorgesehen.

Kunstwerke im öffentlichen Raum

Auf der heutigen Baustellenfläche am Stuttgarter Hauptbahnhof, zwischen der Willy-Brandt-Straße und dem Bahnhofsturm, mussten 176 Bäume weichen. Am 19. Dezember 2011 fand deshalb das BürgerForum Stuttgart 21 statt.

In einer öffentlichen, live im Internet übertragenen und intensiven Diskussion mit Experten wurde beschlossen, rund 68 kleinere und mittlere Bäume zu verpflanzen. Diese befinden sich heute an neuen Standorten in Stuttgart.

108 Bäume mussten jedoch aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichtes gefällt werden.

In dem von Prof. Dr. Renn moderierten Bürger-Workshop wurde empfohlen, dass die 108 gefällten Bäume für Kunstwerke im öffentlichen Raum, für ökologische Funktionen an verschiedenen Standorten, für pädagogisch-didaktische Projekte oder als Totholz in den Wäldern genutzt werden.

200.000 Euro

Die Landeshauptstadt Stuttgart, das Land Baden-Württemberg und die Deutsche Bahn folgen dem Wunsch der Bürgerinnen und Bürger und stimmten einer sinnvollen Weiterverarbeitung der Stämme zu. Für die Arbeiten stehen 200.000 Euro zur Verfügung.

Alice Kaiser, Bürgerbeauftragte Stuttgart 21: "Ein zeitlich aufwändiges Projekt steht vor dem Abschluss. Wir hatten eine Vielzahl an organisatorischen Aufgaben zu lösen und viele Gespräche mit Bürgern, Interessensgruppen und unter den Projektpartnern. Es galt unter anderem entsprechende Projekte zu identifizieren und geeignete Veranstalter zu finden, rechtliche und vor allem versicherungsrechtliche Fragen zu klären."