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Von der Reichsgartenschau zum Gartendenkmal - Öffentliche Tagung zur Geschichte des Höhenparks Killesberg

19.08.2014 Kultur
Im Stadtarchiv Stuttgart findet am Donnerstag und Freitag, 18. und 19. September, eine öffentliche Tagung zur Geschichte des Höhenparks Killesberg anlässlich des 75-jährigen Jubiläums statt.

Im Mittelpunkt der Tagung steht die Geschichte der Parkanlage selbst, während bei der Ausstellung "Gartenschau - Gedenkstätte - Gartendenkmal" vor allem stadtgeschichtliche Bezüge gezeigt werden.

Analyse der Parkgeschichte im Nationalsozialismus

Dr. Susanne Eisenmann, Bürgermeisterin für Kultur, Bildung und Sport, eröffnet die Tagung am Donnerstag, 18. September, um 13.30 Uhr. Der erste Tag ist der Geschichte des Parks in der NS-Zeit gewidmet. Dabei werden unter anderem mit Prof. Stefanie Hennecke (Kassel) und Prof. Joachim Wolschke-Bulmahn (Hannover) hochkarätige Wissenschaftler den Killesberg in die Geschichte der öffentlichen Gärten sowie die Landschaftsarchitektur der NS-Zeit einordnen.

Der Garten- und Planungshistoriker Axel Zutz (Berlin) analysiert den Beitrag des Planers Hermann Mattern zur "Grünen Moderne" unter den Bedingungen des NS-Staates, Dr. Roland Müller vom Stadtarchiv Stuttgart verortet das Projekt Reichsgartenschau im lokalen Herrschaftsgefüge.

Aspekte der Nachkriegsgeschichte und Perspektiven

Am 19. September stehen ab 9.15 Uhr Aspekte der Nachkriegsgeschichte auf der Tagesordnung. Prof. Alfons Elfgang, 1979 mitverantwortlich für den Antrag auf Unterschutzstellung, spricht über den Killesberg als Gartendenkmal, während der bekannte Stuttgarter Landschaftsarchitekt Christoph Luz über Planen und Bauen im Denkmal bei der IGA 1993 referiert.

Beiträge zu den Perspektiven der Parkanlage vom Leiter des Garten-, Friedhofs- und Forstamts, Volker Schirner, sowie zur aktuellen Ausstellung durch die Kuratorin Dr. Maria Christina Zopff runden die Tagung ab. Das Stadtarchiv plant einen Tagungsband, denn trotz zahlreicher Bildbände lässt die fachliche Beschäftigung mit dem Höhenpark und seiner Geschichte noch zu wünschen übrig.

Ausstellung ist bis 19. September geöffnet

Die Tagung ist öffentlich, der Eintritt frei. Eine Anmeldung beim Stadtarchiv ist erforderlich bis 12. September unter stadtarchiv@stuttgart.de.

Die Ausstellung ist bis 19. September geöffnet: Montag von 9 bis 13 Uhr, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9 bis 16 Uhr sowie Mittwoch von 9 bis 18 Uhr. Letzter Öffnungstag ist am Sonntag, 21. September, von 11 bis 16 Uhr; um 11.30 Uhr führt Dr. Roland Müller, Direktor des Stadtarchivs, durch die Ausstellung.