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Vesperdosen und Umwelttipps zum Schulanfang

09.09.2014 Umwelt
Bald ist es wieder soweit, der Schulbeginn naht und für die ABC-Schützen beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Rund 4500 Jungen und Mädchen werden dieses Jahr in Stuttgart eingeschult. Traditionell verteilt die Umweltberatung des Amts für Umweltschutz Vesperdosen an die Schulanfänger, um zu zeigen, wie sie sparsam mit Rohstoffen umgehen und Abfälle wie Alufolie und Plastiktüten vermeiden können.

Jedes Kind kann seinen eigenen Beitrag zum Umweltschutz leisten und zum Vorbild für Mitschüler und Mitschülerinnen werden, wenn es beim Kauf von Heften, Stiften und anderen Schulmaterialien auf umwelt- und gesundheitsfreundliche Produkte achtet.

Recyclingpapier und Lackierungen auf Wasserbasis

Damit sich Schüler und Eltern bei der großen Auswahl und den Preisunterschieden besser zurechtfinden, gibt die Umweltberatung Tipps zum Schulanfang. Schulhefte, Heftumschläge und Schreibblöcke sollten aus Recyclingpapier mit dem Umweltzeichen "Blauer Engel" bestehen, Blei- und Buntstifte ohne zusätzliche oder mit einer umweltfreundlichen Lackierung auf Wasserbasis behandelt sein.

Filz- und Faserstifte können Lösungsmittel und Konservierungsstoffe enthalten. Besser eignen sich nachfüllbare Stifte auf Wasserbasis.

Auf Tintenkiller besser verzichten

Textmarker sind "trocken" als fluoreszierender Buntstift erhältlich und halten wesentlich länger als Flüssigmarker. Malkästen für Wasserfarben sollten auswechselbare Farbnäpfe enthalten. Dies spart Geld und schont die Umwelt, da nur die jeweils nötigen Farben nachgekauft werden müssen.

Ist die Anschaffung eines Füllers erforderlich, so können statt Einwegpatronen auch aufziehbare Konverterpatronen verwendet werden oder man entscheidet sich für einen Kolbenfüller mit integriertem Tank. Auf Tintenkiller sollte man besser verzichten.

Umweltfreundliche Produkte oft langlebiger

Nachfüllbare Kugelschreiber aus Holz oder Metall sind langlebig und haltbarer als solche aus Kunststoff. Ein Lineal aus unlackiertem Buchenholz mit Metallkante hält länger als die meisten Kunststoffprodukte. Gleiches gilt für einen Anspitzer aus Metall oder Holz. PVC-freie Radierer aus Naturkautschuk kommen ohne bedenkliche Phthalat-Weichmacher aus.

Mäppchen aus pflanzlich gegerbtem Leder oder Leinen sind robuster und langlebiger als Plastikmäppchen und können individuell bestückt werden. Lösemittelfreien Bastelklebstoff gibt es beinahe überall zu kaufen. Für einige Markenprodukte sind auch Nachfüllflaschen erhältlich.

Pausenbrote bessere Alternative zu Süßigkeiten

Beim Schulranzen kommt es auf Haltbarkeit, gute Trageeigenschaften, Wasserdichtheit und optische Warnwirkung wie große reflektierende und grelle fluoreszierende Flächen an. Ist der Ranzen mit dem Zeichen "DIN 58124" versehen, sind die Sicherheitsanforderungen garantiert.

In den umweltfreundlichen Schulranzen gehört auch eine stabile, auswaschbare Brotdose, denn damit wird unnötige Papier- oder Folienverpackung vermieden. In der Dose bleiben Pausenbrot, Obst- und Gemüsestückchen frisch und werden nicht zerdrückt.

Die Hefte und Bücher bleiben sauber. Ein Pausenbrot mitzugeben ist zudem die gesündere Alternative zu Süßigkeiten. Anstelle von Einwegflaschen oder Tetrapak können Kinder Tee, Saft oder Schorle in Mehrwegtrinkflaschen aus Kunststoff oder Aluminium mitnehmen.

Umweltberatung gibt Tipps am Telefon und per Mail

Weitere Tipps für Schulanfänger gibt die Umweltberatung der Stadt Stuttgart montags bis donnerstags von 9 bis 15.30 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr unter der Telefonnummer 216-88600 und per E-Mail an umweltberatung@stuttgart.de