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OB Kuhn startet Tempo 40 auf Steigungsstrecken in Stuttgart-Ost: "Der Verkehr fließt besser und die Luft wird weniger belastet"

17.09.2014 Umwelt
Die Stadt will die Belastungen durch Feinstaub, Stickoxide und Verkehrsstau weiter senken. Auf zwei Steigungsstrecken in Stuttgart-Ost gilt ab sofort "Tempo 40".

Oberbürgermeister Fritz Kuhn startete am 17. September die Geschwindigkeitsregelung. "Wenn der Verkehr besser fließt, sinken die Schadstoffemissionen. Zudem sind die Fahrer entspannter, weil sie seltener bremsen und beschleunigen müssen. Deshalb gilt auf ausgesuchten Strecken jetzt Tempo 40", so OB Kuhn.

Die Maßnahme sei eine von vielen, mit denen u. a. die Luft in Stuttgart verbessert werden soll und die die Stadtverwaltung umsetze. Kuhn: "Es gibt nicht die eine Maßnahme, die das Schadstoffproblem in Stuttgart löst." Deshalb gebe es den Aktionsplan "Nachhaltig mobil in Stuttgart", in dem ein ganzes Bündel von Maßnahmen beschrieben sei.

Insgesamt fünf Kilometer Länge

Die aktuelle Maßnahme bezieht sich auf zwei Steigungsstrecken, mit einer Länge von insgesamt rund fünf Kilometern. Zum einen von der Werderstraße (ab Neckarstraße) über die Schwarenbergstraße, Planckstraße und Pischekstraße bis zur Geroksruhe. Zum anderen in der Neuen Straße und Aspergstraße (ab Gablenberger Haupstraße) sowie in der Albert-Schäffle-Straße.

Die Regelung gilt jeweils in Auf- und Abwärtsrichtung. Ausnahme ist die Pischekstraße, wo auf Grund der Mitteltrennung nur stadtauswärts Tempo 40 gilt. Neben den klassischen Verkehrsschildern weisen vier Anzeigetafeln auf die aktuelle Geschwindigkeit der Autofahrer hin.

Weitere Tempo-40 Strecken geplant

Der Bürgermeister für Recht, Sicherheit und Ordnung, Dr. Martin Schairer, sagte: "Wir konzentrieren uns zunächst auf Steigungsstrecken im Stuttgarter Osten. Wir achten auch darauf, dass Autofahrer nicht auf nebenliegende Straßen ausweichen. Weitere Tempo 40-Strecken - wie die Immenhofer Straße - könnten folgen, sofern es das Budget von 425.000 Euro zulässt."

Deutliche Schadstoffreduzierung auf anderer Strecke

Seit Ende 2012 gilt bereits Tempo 40 in der Hohenheimer Straße stadtauswärts. Mit Erfolg: So sank die Belastung mit Stickstoffdioxid ganz erheblich. Wurde im Jahr 2012 der Grenzwert von 200 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft in 196 Stunden überschritten, so waren es 2013 nur noch 21 Stunden und in diesem Jahr sind es 14 Stunden (Stand: 31. August).

Die Einführung von Tempo 40-Strecken ist Baustein des Aktionsplans "Nachhaltig mobil in Stuttgart" des Oberbürgermeisters. Darin sind neun Handlungsfelder identifiziert, mit dem gemeinsamen Ziel von "weniger Schadstoffen, weniger Lärm, weniger Staus, weniger Stress, was nichts anderes bedeutet als: mehr Lebensqualität für Stuttgart", wie der Oberbürgermeister bei der Vorstellung im vergangenen Jahr erklärte.