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Interkulturelle Woche startet in Stuttgart - Veranstaltungen vom 19. September bis 15. Oktober

19.09.2014 Aktuelles
Unter dem Motto "Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern" wird bundesweit die Interkulturelle Woche begangen. Die zentrale Auftaktveranstaltung findet in Stuttgart statt.

Zur Eröffnung laden Oberbürgermeister Fritz Kuhn und die Ministerin für Integration des Landes Baden-Württemberg, Bilkay Öney, am 19. September um 20 Uhr Vertreter der Politik, der Religionsgemeinschaften, der Verwaltung und der Zivilgesellschaft ins Rathaus.

Stadtrundgänge, Tag der Sprachenvielfalt und mehr

Bis zum 15. Oktober stehen zahlreiche Veranstaltungen auf dem Programm. Das Spektrum reicht vom Eröffnungsgottesdienst am 19. September um 18 Uhr in der Domkirche St. Eberhard über Podiumsdiskussionen, Vorträge und Ausstellungen. Des Weiteren finden interkulturelle Stadtrundgänge, ein Tag der Sprachenvielfalt, ein "Mahl der Religionen", der traditionelle Tag des Flüchtlings und ein Fussballturnier für Flüchtlinge statt.

Ziel ist es, den Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft zu unterstützen und zu fördern und die kulturelle Vielfalt der Stuttgarter Bürgergesellschaft in besonderer Weise sichtbar und erlebbar zu machen.

OB Kuhn: Dazugehören ist gemeinsame Aufgabe

Die Stuttgarter Veranstaltungsreihe der Interkulturellen Woche legt den Schwerpunkt auf die Willkommenskultur. Thema ist "Ankommen, Bleiben, Mitgestalten - Willkommenskultur für alle?".

Oberbürgermeister Fritz Kuhn betont: "Eine Stadt kann nur dann als weltoffen bezeichnet werden, wenn sie allen Menschen gleich welcher Herkunft faire Teilhabechancen ermöglicht, gerade auch denen, die neu nach Stuttgart kommen. Die Form des Miteinanders soll auch von ihnen aktiv mitgestaltet werden. 'Dazugehören´ ist eine gemeinsame Aufgabe, daran müssen wir alle mitwirken."

Kennnenlernen bedeutet weniger Abgrenzung

Gabriele Erpenbeck, die Vorsitzende des Ökumenischen Vorbereitungsausschusses der Interkulturellen Woche, hebt hervor: "Vor Ort ist sowohl in den Kommunen als auch in den Kirchengemeinden ein unglaublich tolles Engagement sichtbar. Vereine und Initiativen unterstützen und begleiten Flüchtlinge bei der Unterbringung und dem Neustart in unserer Gesellschaft. Dies wird in der Interkulturellen Woche sichtbar. Ablehnung und Ausgrenzung werden abgebaut, wenn Menschen sich kennenlernen."

Konflikte vor den Toren Europas haben Auswirkungen

Erpenbeck appelliert an die Kommunen, die Länder und den Bund, weitere Anstrengungen zu unternehmen, um neuankommende Flüchtlinge möglichst in Wohnungen unterzubringen, ihnen Sprachkurse zu ermöglichen und die Integration in den Arbeitsmarkt zu fördern. "Angesichts der Konflikte vor den Toren Europas müssen sich alle auf die Integration von Flüchtlingen als Daueraufgabe einstellen", fordert Erpenbeck.

Zuwanderung ist Herausforderung und Chance

Integrationsministerin Bilkay Öney sagt: "Migration und Integration stellen Zuwanderer und Einheimische zunächst vor Herausforderungen. Gehen wir jedoch offen aufeinander zu und pflegen den Austausch, haben wir die Chance, voneinander zu lernen, ja voneinander zu profitieren. Interkulturelle Kompetenz wird für einen internationalen Wirtschaftsstandort, wie es Baden-Württemberg einer ist, mehr und mehr zum Standortfaktor. Die Interkulturelle Woche gibt uns die Möglichkeit für Dialog und Begegnung und stärkt damit diese Kompetenz."

Rund 4.500 Veranstaltungen in mehr als 500 Städten

Die Interkulturelle Woche ist eine bundesweite Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie . Sie findet seit 1975 statt und wird von Kirchen, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Integrationsbeiräten und -beauftragten, Migrantenorganisationen und Initiativgruppen unterstützt und mitgetragen. In diesem Jahr werden in mehr als 500 Städten und Gemeinden rund 4 500 Veranstaltungen durchgeführt.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.interkulturellewoche.de

Kontakt: Ayse Özbabacan, Abteilung Integration, Landeshauptstadt Stuttgart, Telefon 0711 216-80395, E-Mail: ayse.oezbabacan@stuttgart.de.