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Frisches Obst an Stuttgarter Schulen - Stadt fördert EU-Schulfruchtprogramm

08.10.2014 Gesundheit
Jeden Tag frisches Obst, das ist für viele Kinder keine Selbstverständlichkeit. Mit dem Schulfruchtprogramm der EU kommen bereits mehr als 6000 Schülerinnen und Schüler an 25 Stuttgarter Schulen in den Genuss von frischem Obst.
Ab Oktober kommen weitere rund 4700 Schülerinnen und Schüler an 22 Stuttgarter Grund- und Förderschulen dazu. Durch einen Zuschuss der Stadt von 50 000 Euro pro Jahr können jede Woche mehr als 11 000 Kinder an 47 öffentlichen Schulen mit frischem Obst oder Gemüse beliefert werden. Die Schulen begleiten die Obstlieferungen mit einem pädagogischen Programm über gesunde Ernährung im Unterricht.

Zum Auftakt der Aktion übergab die Kinderbeauftragte der Landeshauptstadt, Maria Haller-Kindler, gemeinsam mit Helge Franceschetti, Seniorchef des Obstlieferanten Andretta Fruchtimport, am Mittwoch, 8. Oktober, die erste Obstlieferung an die Kinder und die Konrektorin Birgit Menzel der Körschtalschule in Plieningen.

"Die Erfahrungen mit dem Programm sind sehr gut. Manche Kinder lernen dadurch verschiedene Obst- und Gemüsesorten erst kennen und schätzen. Sie erfahren, wie man sich gesünder ernährt. Das prägt deren Ernährungsgewohnheiten nachhaltig und fördert langfristig die Gesundheit der Kinder", sagt die Kinderbeauftragte Maria Haller-Kindler, die die Organisation und Abwicklung des Programms koordiniert.

Die Stadt hat einen Lieferanten gesucht, der regelmäßig alle Schulen beliefert, um das Angebot für die Schulen attraktiv zu machen und sie bei der Organisation zu unterstützen. Mit Helge Franceschetti und der Firma Andretta hat sie einen Partner gefunden, der neben der Belieferung auch die Abrechnung der EU-Mittel mit dem Regierungspräsidium übernimmt.

"Wir haben mit der Firma Andretta, die die wöchentliche Belieferung der Schulen übernimmt, einen zuverlässigen und erfahrenen Partner gefunden", sagt Haller-Kindler. Der bürokratische Aufwand stelle hohe Ansprüche an die Abwicklung des Programms.

Die Stadt Stuttgart unterstützt den Lieferanten daher bei der Abrechnung. "Im Sinne der Gesundheitsförderung der Kinder haben wir nach umfangreichen Planungen jetzt eine gute Lösung gefunden", so Haller-Kindler. Die Stadt übernimmt ab diesem Schuljahr auch die Organisation aller bisher schon am Schulfruchtprogramm beteiligten städtischen Schulen vom Förderverein "Kinderfreundliches Stuttgart", der die Abwicklung bisher übernommen hat.

Die Kinderbeauftragte ist damit die zentrale Koordinierungsstelle für das EU-Schulfruchtprogramm aller teilnehmenden Schulen in Trägerschaft der Stadt. Für diese sind die Märkte Stuttgart Lieferant und abrechnender Partner der EU-Mittel. Mit dem Zuschuss ermöglicht die Stadt eine Co-Finanzierung durch die EU, die an jeder Obstportion die Hälfte übernimmt, wenn die andere Hälfte finanziert wird. Dadurch kommen mehr Kinder in den Genuss von Obst und Gemüse, obwohl das Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg die Teilnahmekriterien für Schulen seit 1. April auf Grundschulen und Ganztagesschulen "mit besonderer pädagogischer und sozialer Aufgabenstellung" eingeschränkt hat.

"Allen Partnerinnen und Partnern, die dazu beigetragen haben, das EU-Schulfruchtprogramm so vielen Kindern zugänglich zu machen, danke ich ganz herzlich. Vor allem der Firma Andretta und Märkte Stuttgart für die Belieferung und Organisation, den Spendern und Obstpaten, die teilweise schon seit Jahren das Programm unterstützen, dem Förderverein 'Kinderfreundliches Stuttgart' für die bisherige Organisation und den Kolleginnen und Kollegen in der Stadtverwaltung für die Unterstützung bei der Planung der Abwicklung", sagt Haller-Kindler.