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Brunnen-Realschule ist "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage"

10.10.2014 Aktuelles
Die Brunnen-Realschule in Bad Cannstatt ist seit Freitag, 10. Oktober, Teil des bundesweiten Netzwerks "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage".

Im Beisein von Oberbürgermeister Fritz Kuhn, der die Patenschaft über die Schule übernommen hat, verlieh die Landeskoordinatorin von "Schule ohne Rassismus", Leonie Großmann vom Kolping Bildungswerk Württemberg, der Schule den Titel und überreichte Schulleiterin Birgit Zink eine entsprechende Plakette.

Kennenlernen und Potenziale gemeinsam entdecken

Der Titel ist eine Selbstverpflichtung der Schule, sich in Zukunft aktiv gegen Mobbing, Ausgrenzung und Diskriminierung einzusetzen. Seit dem Schuljahr 2012/2013 existiert die "Dialog macht Schule"-AG an der Brunnen-Realschule.

Zwei Gruppen mit jeweils 13 Schülerinnen und Schülern der 9. Klasse treffen sich jeden Mittwochnachmittag und beschäftigen sich im Stuhlkreis mit persönlichen und lebensweltlichen Themen. In den wöchentlichen Sitzungen wurde mit der Zeit ein Vertrauensraum geschaffen, in dem sich die Jugendlichen anders kennengelernt und ihre eigenen, oft verkannten Potenziale gemeinsam entdeckt haben.

Aktiv gegen Mobbing und Gewalt

Themen wie Zukunft, Identität, Heimat, Religion und Menschenrechte konnten so besprochen, vertieft und neu verstanden werden.
Im Rahmen dieser AG arbeiteten die Schüler im vergangenen Schuljahr daran, ihre Schule zu einer "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" zu machen.

Während dieses Prozesses beschäftigten sie sich intensiv mit Rassismus und Mobbing, hielten Vorträge vor Eltern und Lehrern, demonstrierten in der großen Pause gegen Mobbing und Gewalt und drehten einen kurzen Film.

Plakette für monatelanges Engagement

Die Teilnahme am Schulnetzwerk "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" bietet den Jugendlichen der gesamten Schule die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden und auch ihre Mitschüler von diesem Handeln überzeugen. Mit der Verleihung des Titels und der Plakette erhielten die Jugendlichen die Anerkennung für ihr monatelanges Engagement.

Acht Schulen in Stuttgart beteiligt

"Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" ist ein bundesweites Netzwerk von Schulen, die sich verpflichten, sich in jedem Schuljahr intensiv durch Angebote für Schüler und Lehrer mit dem Thema Diskriminierung auseinanderzusetzen. In Baden-Württemberg sind 105 Schulen beteiligt, bundesweit sind es 1025 Schulen.

In Stuttgart sind bereits im Netzwerk: Gottlieb-Daimler-Gymnasium, Hegel-Gymnasium, Schickhardt-Gymnasium, Friedrich-Eugens-Gymnasium, Wagenburg-Gymnasium, Ferdinand-Porsche-Gymnasium und das Berufskolleg Institut Dr. Flad. Voraussetzung für die Aufnahme in das Netzwerk ist, dass die Initiative von den Schülern ausgeht.

Bildungsprogramm 2009 auf den Weg gebracht

"Dialog macht Schule" ist ein bundesweit angelegtes Bildungsprogramm, welches Persönlichkeitsentwicklung und politische Bildung für Jugendliche und Schulen auf neue Weise zusammenbringt. Es wurde 2009 in Berlin und Stuttgart von der Robert Bosch Stiftung und der Bundeszentrale für politische Bildung auf den Weg gebracht und ist mittlerweile auch in Hannover und Wuppertal aktiv. In Stuttgart ist das Projekt im Schuljahr 2013/14 an sieben Schulen mit 15 Gruppen und rund 200 Schülern vertreten gewesen.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter:
www.schule-ohne-rassismus.org
zu "Dialog macht Schule" unter: www.stuttgart.de/item/show/407189
und www.dialogmachtschule.de