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Kriegsgräber erhalten - die Verständigung suchen Straßensammlung des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat begonnen

05.11.2014 Aktuelles
Vor dem Stuttgarter Rathaus hat am Mittwoch, 5. November, die traditionelle Haus- und Straßensammlung des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge begonnen.

Regierungspräsident Johannes Schmalzl, Susanne Eisenmann, Bürgermeisterin für Kultur, Bildung und Sport, und Hartmut Holzwarth, Oberbürgermeister von Winnenden und Vorsitzender des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge eröffneten die Auftaktsammlung auf dem Marktplatz.

In seinem Aufruf an die Stuttgarterinnen und Stuttgarter hatte Oberbürgermeister Fritz Kuhn um Unterstützung für die Aktion gebeten. Der OB schrieb: "Die Sammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge erinnert jedes Jahr an die Toten der letzten Kriege und mahnt dadurch die Lebenden, sich für den Frieden zu engagieren. Die Arbeit des Volksbundes steht unter dem Motto ,Kriegsgräber - Mahnmale für den Frieden, gegen Gleichgültigkeit und Vergessen'. Die Spenden sind notwendig, um die aufwändige Arbeit des Volksbundes bei der Anlage und Pflege der Kriegsgräberstätten sowie beim Ausbau der Jugendarbeit fortzuführen."

Kriegsgräber: Regierungspräsident Johannes Schmalzl, Susanne Eisenmann, Bürgermeisterin für Kultur

Der Landesverband Baden Württemberg organisiert regelmäßig internationale Jugendbegegnungen in Polen, Italien, Frankreich, Belgien, der Slowakei und im Schwarzwald. Zuletzt haben sich 28 Junge Menschen aus elf Nationen gemeinsam um die Ruhestätten der Kriegstoten in Badenweiler gekümmert. Dieses Projekt stand im Gedenken an den Beginn des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren.

Der Volksbund sorgt im Auftrag der Bundesregierung für die zirka zwei Millionen deutschen Kriegsgräber der vergangenen Kriege in 45 Ländern. Diese Anlagen sind heute Orte der Begegnung und Versöhnung, der Verständigung und des Friedens.

Aber auch die noch unbekannten Gräber von Gefallenen müssen identifiziert und Hinterbliebene ermittelt werden, um diese über das Schicksal ihrer Angehörigen zu informieren.

So haben etwa nach jahrelangen Bemühungen weißrussische Behörden zugestimmt, ein Gräberfeld in der Hauptstadt Minsk zu öffnen, in dem die Gebeine von etwa 2000 deutschen Gefallenen vermutet werden. Sie sollen auf die 2005 errichtete deutsche Kriegsgräberstätte in Berjosa bei Brest überführt werden.

Seit 1991 wurden insgesamt über 790 000 Kriegstote in den Ländern Ost-, Mittel- und Südosteuropas umgebettet. Dennoch konnten immer noch nicht alle Gefallenen auf Gemeinschaftsgrabanlagen bestattet werden.